Wenn die französische Regierung meint, bei der Petroplus gehe nicht alles mit rechten Dingen zu, so haben sie mit grosser Wahrscheinlichkeit recht.
Fakten
1) Unkonventionelle Denkansätze zur Sanierung der Petroplus vom VR ignorfiert
Dem Verwaltungsrat liegen seit Ende Dezember 2011 Vorschläge vor, wie Petroplus saniert werden könnte. Er kümmerte sich nicht im Geringsten darum.
2) Bei Weiterführung der Liquidation werden sich alle Beteiligte verantworten müssen
Sollte das Verfahren der Liquidation weitergeführt werden, wird sich der Verwaltungsrat wegen ungetreuer Geschäftsführung vor Gericht verantworten müssen.
3) Umsätze der Petroplus an der SIX-Swiss Exchange suspekt
Aufgrund der Umsätze am Tage nach dem Aussetzen des Handels können wir davon ausgehen, dass die Transaktion bezüglich Kurs und Zeitpunkt abgesprochen worden ist. Beim bezahlten Kurs handelt es sich um den Briefkurs. Innerhalb von Sekundenbruchteilen muss der Kauf zu Marktpreisen "durchgeflippert" worden sein. In diesem Marktumfeld kommt ein derartiges Volumen bestenfalls zum Geldkurs zustande. Niemals aber zum Briefkurs. Niemand ausser den beiden Beteiligten scheinen zum Zuge gekommen zu sein.
4) Verfahren wegen Kursabsprache, Kursmanipulation und Insiderhandel zu erwarten
Die SIX-Swiss Exchange wird wohl oder übel ein Verfahren wegen Kursabsprache und wegen Insidertradings einleiten müssen.
5) Ignorante Leute wegen irreführender Berichterstattung von der Teilnahme abgehalten
Während die Leute auf der Strasse vom Aussetzen des Handels in den Zeitungen lasen, wurde Petroplus bereits wieder gehandelt. Ein Kurs zwischen 0.20 und 0.30 scheint jedenfalls aufgrund einer Absprache zustande gekommen zu sein. Eventuell ist der Käufer gleichzeitig der Verkäufer.
6) Transaktionen werden bis ins fünfte Glied untersucht werden müssen
Aus diesem Grunde müssen sämtliche Transaktionen bis mindestens ins fünfte Glied untersucht werden. Eventuell können auf diese Weise Verstrickungen sichtbar gemacht werden.
7) Rund um Petroplus - handelt es sich möglicherweise um Offizialdelikt?
Möglicherweise handelt es sich bei den Vorkommnissen sogar um ein Offizialdelikt. Ob es sich um ein solches handelt, muss von Fachleuten beurteilt werden.
8) Liquidation der Petroplus möglicherweise eine Absprache auf hoher Ebene
Es scheint, als ob die gesamte Liquidation der Petroplus eine Folge von Absprachen ist. Der angekündigte Rückbau der Raffinierie Cressier, welcher schon in diesem Jahr mit CHF 80 Millionen zu Buiche schlagen soll, ist lediglich für die Ohren und Augen der Ignoranten bestimmt.
9) CHF 80 Millionen sind ein Bettelbatzen
insbesondere wenn es sich beim Käufer und "Abzügler" fortschrittlicher Technologie um ein Staat wie zum Beispiel Aserbeidschan handelt. Die Konkurrenz aus dem Osten, welche durch die Kombination Up- und Downstream entsteht, wird für sämtliche Raffinierien Europas das Aus bedeuten. Es geht also nicht nur um 2500 Arbeitsplätze der Petroplus sondern um abertausende Arbeitsplätze in ganz Europa.
10) Mit der Liquidation der Petroplus wird der Niedergang sämtlicher Europäischen Raffinerien eingeläutet - Europa der Zukunft ein Europa ohne Raffinatinsfazilitäten
Ausserdem geht Europa die strategisch wichtige Fähigkeit des Raffinierens verloren. Hier handelt es sich um die Kehrseite der Globalisierung sowie der Liberalisierung der Märkte. Aus Fabrikanten werden Konsumenten aus letzteren schliesslich Bettler.
Empfehlung
Solchem Treiben muss Einhalt geboten werden. Politik und Wirtschaft versagt. Also müssen die Bürger die Verantwortung zurücknehmen. Die Arbeiter und Angestellten aller Chargen kaufen die Aktien ihrer Arbeitgeber.
Sie nehmen an den Generalversammlungen teil und wählen Verwaltungsräte, welche sich für die Belange der Belegschaft, der Schweiz und Europas einsetzen.
Rechenbeispiel: wenn 2500 Petroplus Mitarbeiter je CHF 1200.-- einsetzen, haben diese eine Beteiligung von rund 5%. Ein Mehrfaches davon wird ausreichen, an der kommenden Generalversammlung mit den Füssen abzustimmen.
Zu verlieren gibt es nichts. Zwei Jahre lang auf 20% bis 30% des Koordinationslohnes zu verzichten, um dann wegen des hohen Spezialisierungsgrades doch dem Staate anheim zu fallen, ist weit mehr, als mit einem Investment von CHF 1200.-- pro Angestellter den Kampf zu Gunsten der Arbeitsplatzerhaltung aufzunehmen.
Weiteres zum Thema Petroplus
http://www.google.ch/search?q=petroplus&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:en-US:official&client=firefox-a
copyright thomas ramseyer
http://www.xing.com/profile/Thomas_Ramseyer5?sc_o=mxb_p
Mobile Nigeria: +234 813 089 6300
Mobile Nigeria: +234 813 089 6300
Mobile Switzerland: +41 79 636 64 52