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Wednesday, May 29, 2013

HYPOTHEKEN SCHWEIZ - Raiffeisen-Vincenz auf dem Holzweg - Rückstellung von 20% (CHF 6.9 Milliarden) auf Hypothekarzunahme 2008-2012 (CHF 34.5 Milliarden) frässe 2/3 der Eigenmittel von CHF 10.5 Milliarden auf

Autor thomas ramseyer
Interview Roger Schawinski mit Pierin Vincenz vom 27. Mai 2013
Einmal mehr bekräftigt Vincenz, dass die Raiffeisenbanken deren Hypotheken sorgfältig vergeben.

Es liegt auf der Hand, dass sie Liegenschaften bis zu 80% belehnen. In der Regel werden die Häuser dabei wahrscheinlich im Umfang von 60% mit einer erstrangigen und 20% mit einer zweitrangigen Hypothek finanziert. Bei der Tragbarkeitsrechnung wird branchenüblich ein als vorsichtig erachteter Satz von 5% angewendet. Wenn sie all dies nicht täten, wären sie auf dem Hypothekarmarkt weg vom Fenster.


Bemerkung
Es kann mit Fug und Recht davon ausgegangen werden, dass es sich bei der Zunahme der Hypotheken 2008/2012 von CHF 34.5 Milliarden um 80% der jeweiligen Belehnungswerte handelt.
Bei einem Rückgang der Liegenschaftenpreise um 20% sähe sich die Bank gezwungen, 20% der Hypothekarkredite zurückzurufen bzw. Rückstellungen im Umfang von schätzungsweise CHF 6.9 Milliarden vorzunehmen.

Das Eigenkapital würde dadurch zu 2/3 verbrannt.

Annahmen:
Zinssatzerhöhungen
Liquiditätsverknappung
vertiefte Rezession/Depression
Abbau der Spargefässe

lesenswert
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2013/02/zeit-der-billigen-hypozinsen-in-der.html 

copyright thomas ramseyer

Bilanzkennzahlen Raiffeisen-Gruppe 2012
Bilanzsumme
CHF 168.1 Milliarden

Hypothekarforderungen

CHF 135.9 Milliarden, Prozentanteil der Bilanzsumme 81%
Zunahme 2008 bis 2012 (CHF 101.4 bzw. CHF 135.9 Milliarden) CHF 34.5 Milliarden

CHF 128.5 Milliarden 2011   nur Hypotheken

CHF 119.6 Milliarden 2010   nur Hypotheken
CHF 110.7 Milliarden 2009   nur Hypotheken
CHF 101.4 Milliarden 2008   nur Hypotheken
CHF 101.5 Milliarden 2007   Total Kundenausleihungen
CHF   95.1 Milliarden 2006   Total Kundenausleihungen
CHF   90.7 Milliarden 2005   Total Kundenausleihungen

Verpflichtungen gegenüber Kunden Spar- und andere Anlageformen 2012
CHF 103.1 Milliarden - Zunahme 2011 bis 2012 CHF 10.5 Milliarden

Eigenkapital 2012
CHF 10.5 Milliarden

Thursday, November 10, 2011

Raiffeisen-Genossenschafter und Kunden ärgern sich über Vincenz

ZITAT
Vincenz ärgert sich über die Konkurrenz 
ZITATENDE

Autor Thomas Ramseyer 
Vincenz bleib bei deinem Leisten
Die ursprüngliche Idee der Raiffeisen Bewegung besteht darin, dass sich eine Region aus den Mitteln eben dieser Region refinanziert. Die Kunden der lokalen Raiffeisenbank sind gehalten, Genossenschafter zu werden; sie zeichnen Genossenschaftsanteile. Ausserdem wickeln sie sämtliche Bankgeschäfte über ihre  ab.

Aufgabe von Raiffeisen Schweiz (vorm. Schweizer Verband der Raiffeisenbanken) ist Koordination von Aktivitäten und Schaffung von Rahmenbedingungen für die Verbandsmitglieder. Raiffeisen Insitute sind genossenschaftlich organisiert; 1'700'000 Genossenschafter bestimmen letztlich über die Zukunft ihrer Raiffeisenbank.

Vincenz riskiert die Loyalität seiner Genossenschafter
Vincenz exerziert es vor; die Zusammenarbeit mit der Vontobelgruppe wird aufgebrochen. Vincenz will sich die Bank Sarasin zu einem Drittel einverleiben. Es liegt auf der Hand, dass Vincenz bereit ist, eben erst eingerichtete Kooperationen aufzuweichen beziehungsweise diese aufzulösen.

Sparheftzinsen auf NULL; Vincenz tritt die Loyalität seiner Kunden mit Füssen
Dieses Ansinnen zeigt besonders deutlich, wie bis anhin loyale Raiffeisen-Kunden eingeschätzt werden. Sie sollen lediglich als Kühe des Melkers Pierin fungieren. Ausserdem wird offenbart, dass sich Raiffeisen an der wegen der Bankenkrise sprudelnder Liquidität verschluckt hat. Neueröffnungen an von der Konkurrenz regelrecht bevölkerter Lagen scheinen zu Kostenfaktoren zu werden.

Vincenz von vergangener Zinsspanne verwöhnt; Rechnung ohne Wirt gemacht
Im Grunde genommen ärgert sich der Chef der Raiffeisen Banken über die landauf - landab angebotenen Hypothekarzinsmodelle. Teilweise bezahlen Hypothekarschuldner dem Vernehmen nach weniger als 1% p.a. Dies aufgrund der äusserst harten Konkurrenz. Vor dem Hintergrund der Tiefstzinsen verlieren die Banken ihre konservative Annäherung an die Vergabe von vermeintlich sicheren Hypothekarkrediten. Parallelen zu den späten Siebzigerjahren manifestieren sich. Die Schweizerische Bevölkerung wird dazu verführt, die Hypothekarkreditblase in aggressiver Manier zu vergrössern.

Vincenz macht Hypothekarschuldnern/Sparern den Entscheid zum Schuldenabbau leicht
Einerseits generieren die Sparer keine Erträge mehr aus ihren Ersparnissen. Es macht also keinen Sinn, solche zu halten.

Die tiefen Sollzinsen andererseits erlauben ausserordentlich geringe steuerliche Abzüge. Dem Eigenmietwert gegenüber gestellt sind diese Abzüge gar lächerlich. 

Die Retourkutsche: Hypothekarschuldner bauen ihre Ersparnisse und Hypothekarkredite ab
Die Sparer sind vielfach auch Hypothekarschuldner; vor dem Hintergrund der aktuellen Marktverhältnisse macht es KEINEN Sinn mehr Hypothekarschuldner zu bleiben.

Das Abbaupotenzial ist sehr gross; CHF 600 Milliarden Hypothekarkrediten stehen nahezu CHF 600 Milliarden Sparguthaben gegenüber.

Es liegt auch auf der Hand, Pensionskassenguthaben zur Finanzierung von Wohneigentum - dabei handelt es sich um Realgut - heranzuziehen. Pensionskassenmanagern entzogene Mittel verhindern deren risikoreiche Anlage nach den Grundsätzen moderner Portfoliotheorien.

Empfehlung
1) Angesichts der ins Haus stehender Häusermarkt-Krise bauen Hypothekarschuldner ihre Hypotheken ab. Sie eliminieren ihre Abhängigkeit von den Banken.

2) Die Steuerzahler schaffen den Eigenmietwert ab. Sie organisieren sich als Interessengemeinschaft oder unterstützen die Partei, welche ihr Vorhaben unterstützt.

3) Zur Zielerreichung wählen sie politische Vertreter, welchen die Sorge um den steuerzahlenden Staatsbürger nicht nur ein Lippenbekenntnis ist.  

copyright Thomas Ramseyer