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Monday, November 14, 2011

Griechenland: Ausscheren wird KEINE Weltkrise verursachen


Autor Thomas Ramseyer 
Kassandra ruft aus allen Ecken - Weltkrise im Anrollen? ... Nein!
EU [ Merkel/Sarkozy ] schert aus dem Pulk der Lemminge (USA) aus und lässt Griechenland ziehen 

Weltauf, weltab; jeder scheint es zu wissen. Die Europäische Union ohne Griechenland gerät zum Disaster. Dem ist beileibe nicht so! 

Griechenlandkrise kommt den USA zupass 
In dieses Lied stimmt vor allem einer ein; der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, die grössten Schuldner aller Zeiten. Im Grunde genommen kommen ihm die von Amerikanischen Banken verursachten Probleme in Form von Kombinationen aus Währungs- und Zinsswaps der EU  vorab Griechenlands zupass.

Auch strebt er mit immer heftigerem Säbelrasseln eine Abwertung von Chinas Renmimbi an. Nicht zu vergessen: China ist der grösste Gläubiger der USA. Eine Abwertung kommt für China allenfalls nach einem vorgängigen massiven Kauf von Realgütern in den USA infrage.

Die Entwicklung verschiedener Währungen zeigen an, dass sich der US-$ gegenüber allen Währungen von Ländern mit starker Wirtschaft abwertete. Dies Resultat eines freien Marktes. Die SNB macht den CHF-Wechselkurs am EUR fest. Die EU macht den EUR-Wechselkurs am USD fest. De facto vollzieht die SNB also über ihre Bindung an den EUR sämtliche Währungsinterventionen der EU zu Gunsten des USD nach. Die Währungen anderer Länder wie etwa Schweden, Norwegen, Brasilien, Japan und Russland zeigen das desaströse Verhalten der USA klar an.

Eine Abwertung des Chinesischen Renmimbi (USDCNY) gegenüber dem USD - somit auch gegenüber dem an den USD gebundenen EUR - führt zu einer Verbesserung der Verhältnisse für die US-Amerikanische Exportwirtschaft. 

Resultat: dank verbesserter Konkurrenzfähigkeit gegenüber Chinesischen Produkten tendenziell grössere Exporte in alle Länder mit Chinesischen Importen ausserhalb der USA. Dies zu Lasten aller übriger Export-Länder. Unter Führung von Export-Weltmeister Deutschland werden sämtliche ausserhalb der USA liegenden Länder - die Schweiz eingeschlossen - leidtragend sein. 

EU schützt sich; die Union verordnet sich Radikalkur und stärkt die Binnenwirtschaft Europas 
Einem Gangrän gleich muss nekrotisches Gewebe entfernt werden. Einen Teil zu Gunsten des Ganzen zu opfern, war schon immer gang und gäbe. Um der tatsächlichen Bedrohung entgegen zu halten, verstärkt die EU ihre Anstrengungen die Europäische Binnenwirtschaft zu stärken mit allen hierzu geeigneten Mitteln. 

Wiedereinführung der Drachme wird nicht dazu führen, dass griechische Schulden um ein vielfaches höher werden 
Gegenüber heutiger Verhältnisse wird sich nichts ändern. Die Zinssätze werden in einem ersten Schritt die selben sein.

Die Höhe der griechischen Schulden hängt alleine von der Umtauschrate des EUR in die neue griechische Währung ab. Die Umtauschrate wird EINE neue Drachme gegen EINEN Euro sein. Alles andere ist als Phantasie zu werten.

Die weitere Entwicklung der griechischen Wirtschaft hängt vom Erfolg des gegenwärtig eingeschlagenen selbstauferlegten Sparprogrammes ab.

Den Schuldenschnitt von 50% kann Griechenland selber verhandeln. Die Lage ist immer noch die selbe. Sollten die Gläubiger nicht einlenken, werden sie 100% verlieren.

Die restlichen EU-Staaten innerhalb des EUR-Raumes wursteln in gleicher Manier weiter. Der Creditspread (Zinsdifferenz zu übrigen EU-EUR-Volkswirtschaften) verändert sich nach Ausscheren und Austerität zu Gunsten Griechenlands. 

Fazit 
Für die Griechen - Staats- sowie Privatfinanzen - wird sich nichts ändern. Die Griechen gehen denselben Weg innerhalb sowie als auch ausserhalb der Europäischen Union. Die Zukunft hängt vom Willen der griechischen Bevölkerung ab.

Durch die Abspaltung und die Einführung der Neudrachme erlangt Griechenland seine politische und seine wirtschaftliche Unabhängigkeit zurück. Griechenlands Zentralbank nimmt die Verantwortung für Griechenlands Stabilität zurück. Sie ist ähnlich der Schweizerischen Nationalbank unabhängig von Regierung und Politik. 

Empfehlung für Griechenland 
1) Griechenland kündigt der EU die Mitgliedschaft auf.
2) Griechenland konvertiert Griechische Guthaben und Verpflichtungen innerhalb Griechenlands vom EUR in Neudrachme im Verhältnis 1 zu 1.
3) Griechenland führt das Sparprogramm in Eigenregie durch. 
4) Die Griechische Führung macht den Griechen mittels geeigneter Instruktionen klar, dass die EU-Mitgliedschaft nicht ausschlaggebend für ein Gelingen der ergriffenen Massnahmen ist.
5) Die Griechen gewinnen ihren Stolz zurück; sie befreien sich vom Gängelband der EU.

weiterführende Blogs 
Abgesang auf Europäische Union (EU)
Staatsbankrott Griechenlands kein Problem für die EU
Demokratie in Griechenland: Abstimmung über Annahme des Hilfspakets 

copyright Thomas Ramseyer
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Sunday, November 6, 2011

Staatsbankrott Griechenland - Lösungen für EU und Griechenland


Autor Thomas Ramseyer
Griechenland schert aus: Europa am Scheideweg - OHNE oder MIT Euro; die Griechen gehen unten durch
In beiden Szenarien erleben die Griechen das Gleiche; sie schnallen ihre Gürtel enger. Lediglich die Dauer der Durststrecke ist unterschiedlich; ein Schrecken ohne Ende MIT Verbleib in der EU, ein Ende mit Schrecken OHNE Verbleib.

MIT Verbleib in der EU
Europa verordnet Griechenland "selbstauferlegte" Sparsamkeit. Die Griechische Regierung muss ihre Bürger im Auftrag Europas zum Verzicht ermahnen. Renten werden gekürzt, Stellen vernichtet, Steuern erhöht, die Schuldzinsen steigen ins Unerschwingliche; die Volkswirtschaft wird in die Knie gezwungen. Viele Bürger sind am Rande der Verzweiflung. Sie werden gebrochen. Die Folgen dieser erzwungenen Massnahmen manifestieren sich in beängstigender Weise auf den Strassen Athens.

Die verbleibenden 50% Griechenlands Staatsschulden wird die Griechen längere Zeit unter der Knute der Europäischen Union halten.

Was einer Nation passiert, wenn sie das Missfallen übriger Staaten der Nordhalbkugel erregt, stimmt nachdenklich. Papandreous Ballon - das griechische Volk miteintscheiden zu lassen - , platzte bereits nach wenigen Minuten. Er soll Mahnmal für alle Mitglieder und vor allem alle NICHTmitglieder sein. Merkl und Sarkosy zeigen, was sie von der Demokratie wirklich halten.

Wie ein Schulbube wird dieser nach allen Regeln diplomatischer Kunst - ein Relikt aus längst vergangener Zeit, als die Franzosen noch gepuderte Perücken trugen - vorgeladen. Beim Eintreffen ignoriert und Stunden lang warten gelassen, um endlich im Plenum massiv gemassregelt zu werden. Dies in einer Zeit, wo der EU die Zeit ausgeht.

Die Lehre hieraus zu ziehen ist einfach: diesem Verein treten wir niemals bei. Es ist je länger je mehr unumgänglich, die Souveränität der Bevölkerung und eine möglichst Direkte Demokratie zu erhalten.

OHNE Verbleib in der EU 
Innerhalb kürzester Frist wird Griechenland den Staatsbankrott erklären. Sämtliche Schulden werden gestrichen. Die gesamte Infrastruktur sowie alle anderen Realgüter bleiben den Griechen erhalten. Da die Pensionsgelder des Staates aus der laufenden Rechnung bezahlt werden, entstehen keine Verluste aus Pensionskassenfonds. Die hohe Zinslast der nunmehr wertlos gewordenen Verpflichtungen entfallen. Die Banken bis auf einige wenige streichen ihre Segel oder gehen unter.

Die Griechen besitzen nun eines der wertvollsten Güter. Sie besitzen nebst Infrastruktur und Produktionsmitteln Schuldenfreiheit. Griechenland steigt wie ein Phönix aus der Asche, es startet von Null.

Griechenland führt eine neue Drachme ein. Der EUR wird zwischenzeitlich als Zahlungsmittel herhalten. Das Ausland wird keine vor dem Staatsbankrott entstandene Euroguthaben in die neue Drachme wechseln können.

Griechenlands Infrastruktur ist nicht zerstört; der Wiederaufbau seiner Volkswirtschaft wird gelingen.


Bemerkungen
Die Existenz des Euro und der EU steht und fällt NICHT mit dem Austritt Griechenlands. Deutschland und Frankreich geht es lediglich um die Schadensbegrenzung für ihre eigenen Banken. 

Angesichts der sich beschleunigenden Staatensammelwut der EU - sie giesst laufend Wasser in den Deutschen Wein - begibt sich die EU mehr und mehr in die Abhängigkeit von Amerika dem grössten Schuldner aller Zeiten und China dem Refinanzierungs-Weltmeister Amerikas. Das Interesse dieser beiden Nationen geht dahin, Europa unter ihrer beider Knute zu halten.

Die Ersparnisse der Bürger in Form von Fondsanteilen werden nicht erheblich tangiert. Die in Aussicht stehende Zinssatzerhöhung im Falle einer allzu starken Erholung der Wirtschaft wird um ein Vielfaches zu Buche schlagen.  

Empfehlung 
0) Griechenland verlässt die EU auf eigenen Antrieb.

1) Politiker von Staaten, welche nicht zur EU gehören, überlegen sich reiflich, ob sie einen EU-Beitritt überhaupt noch in Erwägung ziehen sollen.  

2) Bürger solcher Staaten überlegen sich, ob sie Politiker, welche einen Beitritt zu Europa in Erwägung ziehen, noch wählen wollen. Sie informieren sich sachlich und frei von Emotionen über mögliche Auswirkungen eines Beitrittes. Anschauungsmaterial und Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit sind im Ueberfluss vorhanden. Diese erleichtern vernünftigen Bürgern den Entscheid.

3) Die Bürger informieren sich über das tatsächliche Pro-Kopf-Ausmass des von den Politikern als Desaster an die Wand geschriebenen Totalausfalls griechischer Schulden. 

4) Da eine allfällige "Rettung" Griechenlands auf die Verhältnisse in Italien, Portugal, Spanien, Island, Irland und den übrigen zehn Neuzugängen keine Einwirkung hat, lässt die EU Griechenland ziehen. Der EU stehen genügend andere Katastrophen ins Haus. 

5) Länder, welche nicht zur EU gehören, beteiligen sich nicht am Rettungsschirm. Ihre Steuerzahler werden über Fondsvermögen, Pensionskassenanlagen und sonstige Spargefässe eh zur Kasse gebeten. 

6) Das Geschrei nach Abschwächung des Schweizerfrankens muss eingestellt werden. [Exzessives Verhalten von Zentralbanken bergen ein immenses Inflationspotenzial. Der Abbau der Währungsinterventionsblase wird die jeweiligen Volkswirtschaften in Bedrängnis bringen. Dieser Abbau wird zu Zinssatzerhöhungen zum Nachteil der Bevölkerung führen. 
Es ist auch möglich, dass Institutionelle Anleger dazu angehalten werden, grosse Schuldnerstaaten - wie in den späten siebziger Jahren die USA - über "Hilfeangebotsprogramme" zur heimischen Liquiditätsabschöpfung zu refinanzieren. Dies zu Lasten der Volkswirtschaft.]

Ausserdem wird das Abwandern von Arbeitsplätzen ins Ausland bestenfalls verzögert, niemals aber verhindert. Dies wird am jüngsten Beispiel Novartis bestens aufgezeigt.

copyright Thomas Ramseyer
http://www.xing.com/profile/Thomas_Ramseyer5?sc_o=mxb_p

Thursday, November 3, 2011

Staatsbankrott Griechenland: kein Problem - auch nicht für den EURO

Autor Thomas Ramseyer 
Europäische Union - Bevölkerung
Bevölkerung rund 492.00 Millionen 
davon
Griechenland 10.76 Millionen
Deutschland 81.47 Millionen
Frankreich 65.31 Millionen
Deutschland und Frankreich zusammen 146.78 Millionen

Griechenlands Verschuldung USD 454 Milliarden
 
GDP PPP:    318 Mrd USD
Public debt:  454 Mrd USD bzw. 142.8 % des GDP

Anteil griechischer Schulden pro Kopf

USD   42'193 pro Kopf (Griechen)

USD        923 pro Kopf (Unions-Europäer)
USD     3'093 pro Kopf (Deutsche und Franzosen)

Nüchtern betrachtet sind die Griechenlandschulden für Europa kein Problem. Die griechische Verschuldung pro Kopf beträgt USD 42'193 pro Grieche, USD 923 pro EU-Bürger oder aber USD 3'093 pro Kopf für die Deutschen und die Franzosen zusammen.

Ein Totalausfall der griechischen Schulden wird in einem ersten Schritt im Durschnitt keinen Einfluss auf die frei verfügbaren Mittel der europäischen Bürger haben. Die ausstehenden Obligationen sind bezahlt; es handelt sich bei diesen Schulden letztlich um die Ersparnisse der Bürger. Ein Grossteil davon befindet sich in den traditionellen Spargefässen wie etwa Altersvorsorge, Fonds und Versicherungspolicen. Der negative Einfluss auf das Konsumverhalten hält sich in Grenzen. Da im Falle eines Ausschlusses Griechenlands keine neuen Steuern erhoben werden müssen, werden die Bürger bald wieder zur Tagesordnung zurückkehren.

Risikopositionen Europäischer Banken in EU-Staaten rund EUR 7802 Milliarden (1.64% davon in Griechenland) Quelle: BIZ


Banken halten USD 128 Mio (Europa USD 120, USA 8 Mio.)
Europäische Banken halten rund USD 120 Mrd Griechischer Staatsanleihen. Bei gesamthaft 7802 Mrd von Banken gehaltenen Europäischen Staatsschulden beträgt der Anteil Griechenlands lediglich 1.64%.

Davon halten Banken aus Frankreich 51 Mrd, Deutschland 34 Mrd, United Kingdom 13 Mrd, Portugal 10 Mrd, Niederlande 4 Mrd, Italien 4 Mrd, Schweiz 3 Mrd, Spanien 1 Mrd.
[Die ohnehin gebeutelten Französischen Banken hängen bereits am Tropf der Steuerzahler (Staat)]

Effektiver Einfluss auf Bilanz und Erfolgsrechnung der Banken gering - viel Lärm um nicht viel

Der 50% Haircut belastet die Banken lediglich mit USD 64 Mrd oder 0.82% auf deren Totalausstände in EU-Staaten. Dabei werden die Nominalbeträge halbiert. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Banken ihre Griechenland- und andere Zitterpositionen seit 2010 und vor Ende Juni 2011 drastisch abbauten. Aus diesem Grunde wurde die Europäische Finanz-Stabilität-Fazilität schliesslich ins Leben gerufen.

Die Durchschnittsrendite per Annum der Gesamtportfolios verschlechtert sich je nach Laufzeit um 0.083% für zehn- bzw. 0.837% für einjährige Laufzeiten. Bei einer angenommenen durchschnittlichen Laufzeit von drei Jahren beträgt die Renditeveränderung ungefähr 0.278% p.a.

Aenderungen von Zinssätzen in der Grössenordnung von 0.083% p.a. im Zehnjahresbereich ereignen sich an den Märkten mitunter innerhalb einer Woche.

EUR als Zahlungsmittel in Staat ohne Mitgliedschaft
Wenn das Volk der eigenen Landeswährung nicht vertraut, benutzt sie ganz einfach eine fremde Währung.Als Zahlungsmittel im täglichen Verkehr werden ausländische Banknoten
benutzt.
Das bekannteste Beispiel dafür ist der US-Dollar. Dem Vernehmen nach sind auf dem Balkan immer noch Deutsche Mark Scheine im Umlauf. Es gibt auch Länder - wie etwa das Fürstentum Liechtenstein den Schweizerfranken - , welche auf Vertragsbasis mangels einer eigenen, fremde Währungen benutzen.

Oekonomie Griechenland:
Eckwerte 2010 (Quelle CIA)
Bevölkerung: ca 10'720'000 |
0   - 14   ca 1'520'000 (14%) / 15 - 64   ca 7'100'000 (66%) / 65 +   ca 2'100'000 (20%)
Arbeitskraft: 5'000'000
Leute unter Armutsgrenze lebend: 20% bzw. ca 2'144'000

Mit Arbeitslosenraten von 625'000 [12.5 % (16 bis 64 Jahre) bzw. 25.8% (16 bis 24 Jahre)], 2 Millionen Bürger unterhalb der Armutsgrenze,  sowie dem von der EU aufgezwungenem fatalen Sparprogramm ist es für die Griechen ein schier' Ding der Unmöglichkeit, innerhalb nützlicher Frist aus der Krise herauszukommen.

Bemerkungen

Das seit zwei Jahren schrumpfende Bruttoinlandprodukt wird weiterschrumpfen. Die Arbeitslosigkeit und Armut wird innerhalb der nächsten Jahre verstärkt steigen. Ausserdem wird sich die Verschuldung der öffentlichen Hand massiv ausweiten. Die sozialen Unruhen verstärken sich. (ein Viertel aller 16 bis 24 jährigen arbeitslos und verbreitete Armut)

Fazit
Es geht nicht um den Verbleib Griechenlands als EU-Vollmitglied. Der Einsatz des Euro als Zahlungsmittel hängt nicht von einer Mitgliedschaft ab.

Empfehlung: agieren anstatt reagieren
 
Um das Vertrauen in den Euro so schnell als möglich wieder herzustellen, ist es unumgänglich, Griechenland auszuschliessen. Da die griechische Bevölkerung wahrscheinlich dem Rettungsprogramm nicht zustimmen werden, muss Griechenland seinem Schicksal - möglicher Staatsbankrott - überlassen werden.

Wie die Berechnungen - Schuldenanteil pro Kopf sowie Auswirkung auf die  Bankbilanzen gemessen an den Gesamtausständen - zeigen, kann Europa einen allfälligen Staatsbankrott Griechenlands verkraften. Leidtragende werden vor allem die griechischen Staatsbürger selbst sein.

Die Währungsumstellung vom Euro zur NeuDrachme ist im ersten Schritt nicht notwendig. Die im Verlauf einer allfälligen Umstellung entstehenden Kosten werden voll zu Lasten Griechenlands gehen.

Schluss

Um die Kapitalmarktfähigkeit wieder zu erlangen, muss Griechenland sein Haus so oder so in Ordnung bringen. Dies mit oder ohne Rettungsschirm, mit oder ohne EU sowie mit oder ohne den Euro.

copyright Thomas Ramseyer
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Tuesday, November 1, 2011

Griechenland: Abstimmung über Annahme des EU-Geschenkes???

Autor Thomas Ramseyer
Papandreou spielt mit der EU | EU spielt mit Papandreou
EU-Rettungsschirm braucht die Zustimmung der Griechen NICHT
Griechische Politiker werden EU mit in den Abgrund reissen
Es geht nicht um die Griechen; es geht um die EU und ihre Banken 
In letzter Konsequenz; Ausschluss Griechenlands

ZITAT
Mit der Ankündigung einer Volksabstimmung über das Sanierungspaket hat der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou am Dienstag ein Beben an den internationalen Finanzmärkten ausgelöst. Eine Volksabstimmung könnte verhindern, dass die Schuldenvereinbarung mit privaten Investoren wie geplant zustande kommt.
Blick: Erdbeben an internationalen Finanzmärkten
ZITATENDE

Papandreou will das Volk über die Schuldenvereinbarung mit privaten Investoren abstimmen lassen. Verzweifelt reicht er den schwarzen Peter weiter.

Wir können es nicht genug oft wiederholen: nach erfolgtem EU-Beitritt sind die Staaten getreu dem Schlagwort "einer für alle, alle für einen" reiner Willkür ausgeliefert. 

Griechische Politiker werden EU mit in den Abgrund reissen
Die Griechische Regierung sieht sich offenbar nicht mehr in der Lage der verworrenen Situation Herr und Meister zu werden. Die harten vom Parlament sanktionierten Sparmassnahmen sind dem Volk nicht genügend erklärt worden. Hieraus restultieren harte Auseinandersetzungen auf der Strasse. Die erzürnten Demonstranten rekrutieren sich aus 2,1 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze sowie rund 650'000 Arbeitslosen.

Oekonomie Griechenland: Eckwerte 2010 (Quelle CIA)
Bevölkerung: ca 10'720'000 |
0   - 14   ca 1'520'000 (14%) / 15 - 64   ca 7'100'000 (66%) / 65 +   ca 2'100'000 (20%)
Arbeitskraft: 5'000'000
Leute unter Armutsgrenze lebend: 20% bzw. ca 2'144'000

Mit Arbeitslosenraten von 625'000 [12.5 % (16 bis 64 Jahre) bzw. 25.8% (16 bis 24 Jahre)], 2 Millionen Bürger unterhalb der Armutsgrenze,  sowie dem von der EU aufgezwungenem fatalen Sparprogramm ist es für die Griechen ein schier' Ding der Unmöglichkeit innerhalb nützlicher Frist aus der Krise herauszukommen.

EU-Rettungsschirm braucht die Zustimmung der Griechen NICHT
Es geht nicht um die Griechen; es geht um die EU und ihre Banken
Sämtliche geplanten Aktionen - so denn welche geplant sind - können gleichwohl umgesetzt werden. Dabei handelt es sich um den Aufkauf griechischen Junks sowie die Refinanzierung zur Fälligkeit gelangender Anleihen mit entsprehender Besicherung.

Griechenlands Macht beschränkt sich lediglich darauf, das auferlegte Sparprogramm nicht zu erfüllen. Allfällige Sanktionen seitens EU werden ausbleiben. Es geht um die Banken der EU, längst nicht um einen allfälligen Bankrott Griechenlands.

Empfehlung
Die EU wartet nicht auf was immer aus Griechenland kommen mag. Der Rettungsschirm wird gehauen oder gestochen umgesetzt. Aufräumen kann die EU später immer noch.

Vorsorgliche Aktionen
EU-Banken überprüfen ihre Engagements mit Griechenlands Privatsektor. Wo nötig kürzen sie diese auf ein erträgliches Mass.

Exporte der EU nach Griechenland werden redimensioniert.

Konsequenzen
Wenn sich Griechenland aufgrund der Volksabstimmung nicht helfen lassen will, muss es die EU in seine Unabhängigkeit entlassen. Griechenland wird aus dem Währungsverbund entlassen; es steuert seine Volkswirtschaft ausschliesslich selber.

Bemerkungen
Die USA zeigen mit Fingern auf den wunden Punkt der EU. Die USA lassen keine Gelegenheit aus, die EU für ein allfällig eintretendes Schuldendebakel verantwortlich zu machen. Hierbei darf nicht vergessen werden, dass die Wurzel allen Uebels in den USA selber liegt. (offene Geldschleusen während der Aera Bush mit nachfolgender durch das FED angeführter weltweiten Zinsversteifung, welche die gesamte westliche Wirtschaft in den Winter schickte)

Anzustrebende Lösung
Da die EU eh bereit ist, für Mitglieder ihres Vereins - etwas anderes ist sie wohl kaum - einzustehen, muss sie darauf hinarbeiten, mit aller Konsequenz die VEREINIGTEN STAATEN VON EUROPA zu werden. Vergleich: USA mit einzelnen Staaten wie etwa das marode Kalifornien, Schweiz mit einzelnen Kantonen unterschiedlicher Wirtschaftskraft, Deutschland mit seinen Bundesländern unterschiedlicher Wirtschaftskraft ebenso wie andere. Resultat: Vereinigte Staaten von Europa mit ihren Staaten unterschiedlicher Wirtschaftskraft.

Handicap
Die USA werden eine solche Entwicklung unter allen Umständen verhindern wollen.

Artikel zum Thema
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ECB on the wrong track ?
EU under attack: tactical targets greece collateral damage spain ireland portugal
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Greece: crisis

copyright Thomas Ramseyer
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Thursday, October 27, 2011

Europa: EFSM, EFSF, ESM - komplexer Rettungsschirm verschleiert wohin die Reise geht - Schuldenabbau vor allem auch für Privathaushalte wichtig

Autor Thomas Ramseyer
Finanzkrise: Rettungsschirm und dessen Auswirkung auf die Zukunft der Bevölkerung Privatvermögen, Individuelle Altersvorsorge, Ersparnisse, Institutionelle Anleger wie Pensionskassen, AHV, Anlagefonds, Banken und Versicherungen - das Risiko geht immer zu Lasten der Allgemeinheit

Schirm versus Ballon (der ganz grosse Ballon kaum zu erahnen)
Ein Schirm schützt dessen Träger vor dem Regen. Der Ballonfahrer im Korb hingegen sitzt im Regen, bis der Ballon genügend hoch gestiegen ist, um endlich zu zerplatzen.

Massnahmen nicht geeignet, um das Vertrauen der Bevölkerung wieder herzustellen

Das Vertrauen des Volkes in die Leistungsfähigkeit einzelner Staaten muss nicht wieder hergestellt werden. 

Deren Mittel werden sowieso über Fonds, Versicherungen, Bankbilanzen, Vorsorgeeinrichtungen - in der Schweiz AHV, IV, obligatorisches BVG und überobligatorische Pensionskassenbestandteile über Fazilitäten und Mechanismen an marode Staaten weitergeleitet.

Trick des Hebels  kein Trick
Der Begriff Hebel suggeriert eine Aufblähung. Bei der Garantie von 20% des ausstehenden Volumens von neuen Anleihen handelt es sich bestenfalls um einen kleinen Anreiz zum Erwerb solcher Anleihen. Niemals aber um einen Hebel; es wird kein neues Geld geschaffen.

Einmal mehr versteigen sich die professionellen Investment Manager, das Vermögen anderer Leute vermeintlich sicher risikoreich anzulegen. (sie zeichnen munter Europäische Finanz-Stabilisierungs-Fazilität (EFSF) Bonds mit ZEHNjähriger Laufzeit, ohne zu wissen, was auf die Finanzwirtschaft zukommt)


Wer ist das Huhn, wer das Ei ???   ESM, EFSF, EFSM ???Europäische Finanz-Stabilisierungs-Fazilität (EFSF)
Diese Fazilität versorgt Krisenländer mit günstigen Krediten und kauft Staatsanleihen auf.

Dem Vernehmen nach verfügt der 2010 ins Leben gerufene EFSF-Fonds über 440 Mrd Euro (wird auf 1000 Mrd Euro aufgestockt), um den Banken Staatsanleihen abzukaufen und Kredite zu vergeben.  Die erweiterte EFSF ist von den Nationalen Parlamenten noch nicht ratifiziert worden. (voraussichtlich Ende 2011 vollständig)

Sobald der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) ratifiziert ist, stellt EFSF seine Kapitalmarktaktivitäten ein. Nachdem alle dannzumalige Anleihen zurückbezahlt worden sind, wird EFSF voraussichtlich am 5. Juli 2021 aufgelöst.

Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM)

• Structure: Intergovernmental institution
• Total subscribed capital: €700 billion (€80 billion in paid-in capital and €620 in callable capital)
• Activity: provides loans to euro area Member States and may exceptionally
intervene in debt primary market

ESM - dabei handelt es sich auf gut Deutsch um eine Inter-Regierungs-Institution (Rechtsform unbekannt, Teilnehmer unbekannt, Beteiligungsquoten unbekannt) welcher im Zeitverlauf die EFSF konsolidieren wird. Die ESM-Vereinbarung ist von den Nationalen Parlamenten noch nicht ratifiziert worden. (voraussichtlich bevor 30. Juni 2013 vollständig)

European Financial Stabilization Mechanism (EFSM)

The EFSM essentially reproduces for the EU 27 the basic mechanics of the existing Balance of Payments Regulation for non-euro area Member States. Under EFSM, the Commission is allowed to borrow up to a total of € 60 billion in financial markets on behalf of the Union under an implicit EU budget guarantee. The Commission then on-lends the proceeds to the beneficiary Member State.

Risikopositionen Europäischer Banken in EU-Staaten rund EUR 7802 Milliarden (EUR 7'802'000'000'000) Quelle: BIZ


Griechenland EUR 128'000'000'00 - nur 1.64%
Oekonomie Griechenland: Eckwerte 2010 (Quelle CIA)
Bevölkerung: ca 10'720'000 |
0   - 14   ca 1'520'000 (14%) / 15 - 64   ca 7'100'000 (66%) / 65 +   ca 2'100'000 (20%)
Arbeitskraft: 5'000'000
Leute unter Armutsgrenze lebend: 20% bzw. ca 2'144'000

Mit Arbeitslosenraten von 625'000 [12.5 % (16 bis 64 Jahre) bzw. 25.8% (16 bis 24 Jahre)], 2 Millionen Bürger unterhalb der Armutsgrenze,  sowie dem von der EU aufgezwungenem fatalen Sparprogramm ist es für die Griechen ein schier' Ding der Unmöglichkeit innerhalb nützlicher Frist aus der Krise herauszukommen.

Fazit

Das seit zwei Jahren schrumpfende Bruttoinlandprodukt wird weiterschrumpfen. Die Arbeitslosigkeit und Armut wird innerhalb der nächsten Jahre verstärkt steigen. Ausserdem wird sich die Verschuldung der öffentlichen Hand massiv ausweiten. Die sozialen Unruhen verstärken sich. (ein Viertel aller 16 bis 24 jährigen arbeitslos und verbreitete Armut)

Griechenlands Verschuldung USD 454 Milliarden
- Banken halten USD 128 Mrd
Wer hält die restlichen USD 326 Mrd ?!

GDP PPP:    318 Mrd USD (USD 318'000'000'000)
Public debt:  454 Mrd USD (USD 454'000'000'000) bzw. 142.8 % des GDP

Banken halten USD 128 Mio

Europäische und US Banken halten rund USD 128 Mrd Griechischer Staatsanleihen. Bei gesamthaft 7802 Mrd von Banken gehaltenen Europäischen Staatsschulden beträgt der Anteil Griechenlands lediglich 1.64%.

Davon halten Banken aus Frankreich 51 Mrd, Deutschland 34 Mrd, United Kingdom 13 Mrd, Portugal 10 Mrd, Niederlande 4 Mrd, Italien 4 Mrd, Schweiz 3 Mrd, Spanien 1 Mrd. Die ohnehin gebeutelten Französischen Banken hängen bereits am Tropf der Steuerzahler (Staat).

Effektiver Einfluss auf Bilanz und Erfolgsrechnung der Banken gering - viel Lärm um nicht viel

Der 50% Haircut belastet die Banken lediglich mit USD 64 Mrd oder 0.82% auf deren Totalausstände in EU-Staaten. Dabei werden die Nominalbeträge halbiert. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Banken ihre Griechenland- und andere Zitterpositionen seit 2010 und vor Ende Juni 2011 drastisch abbauten. Aus diesem Grunde wurde die Europäische Finanz-Stabilität-Fazilität schliesslich ins Leben gerufen.

Die Durchschnittsrendite per Annum der Gesamtportfolios verschlechtert sich je nach Laufzeit um 0.083% für zehn- bzw. 0.837% für einjährige Laufzeiten. Bei einer angenommenen durchschnittlichen Laufzeit von drei Jahren beträgt die Renditeveränderung ungefähr 0.278% p.a.

Solche Aenderungen von  Zinssätzen an den Märkten ereignen sich mitunter innerhalb eines Handelstages.

Wer hält die restlichen USD 326 Mrd ???

1) EZB im Clinch der Politiker
Einen Grossteil hält die Europäische Zentralbank (EZB). Deren Aufkäufe seit 2010 dienen dem Zweck, den Banken die Entlastung der Bilanzen zu ermöglichen. Da es zur Zeit an lukrativen Investitionsmöglichkeiten mangelt, benutzen die Banken die generierten Mittel, um kurzfristige Refinanzierungen - unter anderem Repo, Swaps - abzulösen. Die Bilanzen werden verkürzt, die Relation Fremdkapital zu Eigenkapital verbessert. (Der Beschluss des Gipfels vom 26/27. Oktober 2011, die Kernkapitalquote auf neu 9% festzulegen, nimmt den Bankkadern die Entscheidung ab.)

In der Woche zum 12. August hat die EZB offenbar für EUR 22 Milliarden Krisenpapiere aus dem Markt genommen. EZB hält nun nahezu EUR 100 Milliarden Papiere hochverschuldeter europäischer Staaten auf der Bilanz. In ihrem Portfolio befinden sich mittlerweile schlecht klassierte Obligationen aus Griechenland, Portugal, Italien, Spanien und Irland.

Mit den Interventionen am Markt für Staatsanleihen hat die EZB ihre Jungfäulichkeit verloren. Allerdings gibt es zur Zeit keine geeigneten Marktteilnehmer, solche Interventionen durchzuführen. Ausserdem ist es von Vorteil, wenn der Informationsfluss kurz geschlossen bleibt.

Der Ueberblick über die Geldmengenaggregate ist gewährleistet. Am Beispiel der Schweizerischen Nationalbank ist die Feinsteuerung der Notenbankgeldmenge mittels verfügbarem Instrumentarium in ausgereifter Manier möglich. Noten sind keine gedruckt worden. Die aufgeblasene Geldmenge kann von den Zentralbanken innerhalb kurzer Zeit verringert werden. So schnell wie aufgeblasen kann sie auch verschwinden. Dies allerdings mit unter Umst$nden einschneidenen Konsequenzen für die steuerzahlenden Individuen

2) Versicherungen

Die Versicherungen leiden nur scheinbar unter dem Schuldenschnitt von 50%. Lebensversicherungen geben die Verluste an die Versicherten weiter.

Seit ein paar Jahren werden die Versicherten auf Unit-linked Produkte umgepolt; das Risiko geht nach Abzug erklecklicher Kommissionen voll zu Lasten der Kunden. Ebenso werden Pensionskassengelder über Sammelstiftungen in verschiedenen Marktsegmenten auf alleiniges Risiko der Versicherten angelegt. Versicherungen sind mittlerweile risikoavers geworden, sie leben - wie bei Vermögensverwaltern üblich - von Kommissionen für ihre Dienstleistungen.

3) Anlagefonds

wie Versicherungen

4) Privatanleger

Diese tragen die Risiken immer selber. Bei allfälligen Verwaltungsmandaten wird von den Banken mit viel Griechisch und Mainstream argumentiert.

Risikoträger ist letztlich die Einzelperson

Vorfälle
a) Privatanleger/Steuerzahler hält Staats-Gift-Papiere (SGP) - Privatanleger/Steuerzahler - Einzelpersonen (EP)
b) Too-big-to-fail-Bank hält SGP - Aktionär, Staat letztlich der Steuerzahler (EP)
c) Versicherung hält SGP - Pensionskasse, Aktionär letztlich Versicherter/Steuerzahler (EP)
d) AHV-BVG-PK halten SGP- Versicherter/Steuerzahler (EP)
e) Privatwirtschaft hält SGP - Aktionäre Konsument, Mitarbeiter, Steuerzahler (EP)
f)  Zentralbank hält SGP - Steuerzahler (EP)
g) Pensionskasse hält SGP - Versicherter (EP)
h) Rettungsschirm versagt - Steuerzahler (EP)

Fazit - Demokratie möglichst direkt halten - Eigenverantwortung wahrnehmen

Wer immer was auch immer tut, die Einzelpersonen als Ganzes tragen das Risiko allein. Wenn es wirklich hart auf hart geht, trägt das Individuum die Verantwortung für alles, was ihm widerfährt. Nur ist er sich dessen nicht gewahr. Die Arbeitsteilung lässt er aus naheliegenden Gründen zu. In einer Demokratie wählt er seine politischen Vertreter, diese wiederum die Regierung. 

Der Einzelne vergisst, dass nicht nur der Arbeitgeber den Arbeitnehmer wählt, sondern auch der Arbeitnehmer den Arbeitgeber. Ebenso wählen Geldgeber Banken, Firmen und Institutionen für Ihre Spar-, Aktien- und Obligationenanlagen aus. Nicht umgekehrt. Aktive Beteiligung am politischen sowie am wirtschaftlichen Geschehen ist unerlässlich. Das gilt auch für die Auswahl jeglicher Gremien, welche allgemeine Interessen gebündelt wahrnehmen.

Um wirklich Verantwortung zu tragen, muss Politik und Wirtschaft selbst durch das letzte Glied in der Kette mittels möglichst direkter Demokratie an die Kandare genommen werden.

Notwendig ist vermehrte aktive Beteiligung einzelner Stakeholder

a) Wahl von politischen Vertretern
b) Teilnahme an Abstimmungen auf jeder politischen Stufe
c)  Nutzung des politischen Instrumentariums (Initiativen, Interessengruppe, Parteigründung)
d) Wahl der Vertreter in paritätischen Kommissionen von Pensionskassen
e) Zur Verfügung stellen geeigneter Personen 
f)  Freie Grundhaltung, konstruktive Rückmeldung auf alle Seiten

Bemerkungen/Erkenntnisse

Den Letzten beissen die Hunde. Der Letzte ist immer der Bürger oder dessen Nachkommen.


Der Verantwortende trägt die Konsequenzen. Passivität ist nicht einfach Nichtstun denn etwas zulassen ist gleichbedeutend mit etwas nicht verhindern.

Aktive Beteiligung am Geschehen ist unumgänglich. Es gilt die Verantwortung zurück zu nehmen. Unnötige Delegation wird vermieden. Wenn andere nichts tun, handeln wir selber, wir ergreifen die Initiative.

Grösste Gefahr: Zinssatzsteigerungen

Dies gilt vor allem für Länder mit ausgezeichneter Bonität wie etwa Deutschland, Frankreich und im Verlauf auch für die Schweiz. Der Kreditspread gegenüber Ländern mit aktuell schlechter Bonität wird sich wegen getroffener Massnahmen verringern.

Heiss diskutierter Rettungsschirm ein Nebenkampfschauplatz

Die dem System wirklich inhärente Gefahr ist eine allfällige Zinsatzerhöhung. Ein 1%-Zinsanstieg verursacht je nach Laufzeit (10 - 1 Jahre) einen Verlust von 1% bis 10%. Auf das Engagement der Banken in dere EU verursacht ein Anlagevolumen von EUR 7'000'000'000'000 (7000 Mrd) Verluste in der Grössenordnung von EUR 70'000'000'000 (70 Mrd) für Obligationen mit einjähriger bzw EUR 700 Mrd mit zehnjähriger Laufzeit.

Empfehlung - Grundsatz: kein Leverage, zuerst Sparen, dann konsumieren/investieren - keine Kredite

Realwerte erwerben bzw. bestehende vollständig eigenfinanzieren.
Privatverschuldung abbauen (Abbau der Hypothekarschulden) durch Verkauf von Papierwerten. 

Nicht vollständig eigenfinanzierte Portfolios restrukturieren; allfällige Refinanzierungen abbauen. (Abbau überteuerter Lombardkredite)

Kreditkartenschulden abbauen bzw. verhindern. Zuerst sparen, dann investieren bzw. konsumieren.
Laufzeiten allfälliger Obligationenportfolios verkürzen. Agios realisieren. 

Gleiches gilt für Firmen. Zum Schutz vor Uebernahmen ist Dekotierung empfohlen.

Bemerkung

Es ist unerheblich, wie ein Realwert bewertet wird, solange dieser nicht fremd finanziert ist. Infraststruktur hat den Wert von Infrastruktur, Häuser haben den Wert von Häusern, 1 Kilogramm Gold hat den Wert von 1 Kilogramm Gold . . .   kurz Realgüter haben den Wert von Realgütern.

Eigenfinanzierte Realgüter überdauern jede Währungsreform


copyright Thomas Ramseyer

Saturday, October 22, 2011

EFSF - European Financial Stability Facility

Author Thomas Ramseyer 
Creation of trust in the debt service of highly indebted countries
Alternative Insurance Solution to be discussed

Tapping EFSF-funds to buy collateral (considered useless)
The idea is to grant junk economies' governments access to EFSF-credit for the purpose of buying high class bonds to collateralize additional junk government's debt.

Such high class bonds are held by investors all over the world. I.e. fed, national banks, private investors, insurance companies, banks, funds and others. Thus the envisaged task will create unwanted competition for this market segment.

Also a partial insurance in case of default will not have prudent investors buy junk paper. In case of default a lot of problems can be foreseen. The procedures would turn out to be very time consuming.

Such measure taken is considered absurd and useless.

Recommendation
This idea must be discarded before even discussed.


Solution: Invention of european style put options to secure final redemption at par (considered being of value)
 
Procedure e.g. Greece
a) Issuance of a government bond with a nominal coupon slightly above german level.
b) Provide european style PUT-option to grant final redemption at par. 
c) The PUT-option will be issued by European Financial Stability Facility ( EFSF).
d) Greece has to buy the related PUT-options at a price representing the actual market's  yieldspread at present value.
e)  EFSF grants a credit to Greece as to facilitate the purchase of the aforesaid put options.
f) The options shall be subject to a listed secondary market. Thus investors with more risk appetite can sell part or all of the put-options to people seeking more protection.
g)  EFSF creates further PUT-options on already existing low quality bonds.

Reasoning
The EFSF has an effective lending capacity of hundreds of billions through guarantee commitments from euro area Member States
The aforesaid commitment restores confidence of all marketplayers immediately. The market liquidity of such bonds will upgrade dramatically. Bonds are traded Put-option included, Put-option excluded and on the third line the Put-option itself.
This procedure will give time to countries to recover. The measures taken by the latter and the ongoing partial achievement (milestones) will even enhance liquidity. There will be a vivid market. 

With the Put-option once invented the investors will resume investing in the former low quality bonds which easily can be held as investment grade bonds again. 

Opinion
The Put-Option-Solution will prevent unnecessary money supply adventures. Governments as well as the ECB will no more be in the unwanted position of holding government bonds. Investors' unnecessarily held cash will be used to buy EU-states bonds of any origin again.

Recommendation
Read, discuss, conclude and tackle