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Tuesday, November 22, 2011

Griechenland Krise: Geldgeber beharren auf Sicherheiten - illusorisch


Autor Thomas Ramseyer
Noch nie dagewesen: naive Geldgeber beharren auf Garantien bis ins siebte Glied
Barroso im Land der Feen und Zauberer 
ZITAT
Geldgeber beharren auf Sicherheiten
Barroso machte ihm Namen der Geldgeber klar, die EU und der Internationale Währungsfonds müssten vor neuen Hilfen «sicher sein, dass dies nicht nur für morgen, nicht nur für eine Regierung, sondern auch für künftige Regierungen gilt». «Griechenland muss sich selbst helfen wollen, Griechenland braucht einen wirklich breiten nationalen Konsens», sagte er. «Die Lage ist äusserst ernst, ernster vielleicht als je zuvor in den vergangenen 18 Monaten», mahnte Barroso.
Griechenland braucht bis spätestens Dezember weitere acht Milliarden Euro, um nicht bankrott zu gehen. (bat, dpa)
ZITATENDE

Die Lage ist nicht ernst; sie ist verzweifelt
Geldgeber verlangen Ehrenwort ungeborener Generationen
Die Lage ist wirklich ernst. Einigen der politischen Grössen scheinen die Knie zu schlottern. Sicherheiten werden nun nicht nur von gegenwärtigen Regierungen sondern auch von den Nachfolgern deren Nachfolger gefordert. Zukünftige Generationen sollen für die Fehler heutiger geradestehen müssen. Die Lage ist nicht nur ernst; sie ist verzweifelt.

Griechenlands Antonis Samaras will einen solchen Vertrag nicht unterzeichnen. Es sei ein Thema des nationalen Anstandes. Er hat recht.

Es kann nicht sein, dass zukünftige Generationen noch vor der Geburt auf ewig zu verpflichten. Welche Gewalt - wenn nicht Waffengewalt - soll dereinst allfälliges Fehlverhalten ahnden? Denn keine noch so grosse pekuniäre Strafe kann etwas bewirken.

Griechenland muss sich selber helfen wollen - Griechenland muss aus der Europäischen Union (EU) entlassen werden
Dies mit aller Konsequenz. Nur auf diese Weise wird Griechenland die Verantwortung übernehmen. Griechenlands Wirtschaft kann nur mit vollständigem politischem und wirtschaftlichem Instrumentarium gesunden. Diese Nation braucht ihre uneingeschränkte Selbständigkeit zurück. Die Bevölkerung wird die Regierung unterstützen.

EU kann die Verantwortung für Griechenland nicht übernehmen - der Haufen ist zersplittert
Deutschland exerziert es vor: Bundeskanzlerin Merkel wird die Verantwortung
gegenüber ihren Bürgern wohl kaum zu tragen in der Lage sein. Ohne Gegenleistung wird sich Deutschlands Politik nicht auf einen Kuhhandel wie etwa die vorgeschlagenen fälschlicherweise Eurobonds genannten Renten der Europäischen Union (EU) einlassen. Deutschlands Steuerzahler auszubluten gilt es zu verhindern.

Das Konstrukt "Eurobond" funktioniert in etwa wie die Emissionszentrale Schweizerischer Gemeinden. Die auf der Bonität fussenden Konditionen (Zinssatz, Laufzeit u.a.) hängen von den Qualitäten einzelner an der jeweiligen Anleihe beteiligten Schuldnerstaaten ab. 

Der in Aussicht gestellte "Eurobond" kann niemals mit einer erstklassigen Staatsanleihe (CH, USA, D) verglichen werden. Bei der EU handelt es sich lediglich um ein den Schrebergartenvereinen nachempfundenes Gebilde; den Tiger ohne Zähne.

Empfehlung
1) Deutschland verhindert den "Eurobond"

2) Deutschland und Frankreich entlassen Griechenland aus der Union.

3) Griechenlands Bürger wählen Politiker, mit welchen sie die EU verlassen können.

copyright Thomas Ramseyer

Friday, November 18, 2011

UBS: Investorentag 2011: Aktienkapital soll wie vor der Krise kanibalisiert werden


Autor Thomas Ramseyer
Personalabbau - Kostenersparnis CHF 2 Milliarden
3500 tapfere Mitstreiter der vergangenen Jahre werden an die frische Luft gesetzt. Weitere werden folgen.

Fussvolk fällt Guillotine zum Opfer
Bereiche:
Investmentbank 45% (1575 Köpfe)
Vermögensverwaltung Schweiz 35% (1225 Köpfe)
Vermögensverwaltung Amerika 10% (350 Köpfe)
Global Asset Management 10% (350 Köpfe)

Weitere Köpfe werden rollen - erste 500 bereits angekündigt
Spirale ist 1) Braindrain -> 2) Rationalisierung mittels Informations Technologie -> 3) Testen durch zu Entlassende -> 4) Entlassungswelle

Kostensenkungsprogramme gehen immer zu Lasten der Belegschaft.

Arbeitnehmer werden zwischenzeitlich der Allgemeinheit (ALK) überstellt
Je nach Gutdünken eliminieren Grossfirmen Teile ihrer immer wieder mal als wichtigstes Aktivum bezeichneten Belegschaft. Sie lagern sie ganz einfach an die Allgemeinheit aus; die Steuerzahler genannt der Allesfresser, den "Provider of the last resort". Sie überlassen es somit dieser Allgemeinheit, das Scherflein zynischer Abzocker und Aktionäre ins Trockene zu bringen.

Mit der neuen alten Ausrichtung setzt die UBS ihren Weg ganz einfach fort 
Investor Day 2011 Originalton Ermotti:
UBS ist wieder gesund.
UBS will ihre Rendite ab 2013 auf 12% bis 17% verdoppeln.
UBS baut weitere Stellen ab, um ihre Effizienz zu steigern.
UBS ist wieder so gesund, dass sie wieder Dividenen bezahlen kann.
UBS will wieder Kapitalrückzahlungen in Form von Aktienrückkäufen vornehmen wie vor der Krise 2007/2008
UBS sieht ein Potenzial von CHF 26 Milliarden an Steuerrückstellungen, davon CHF 4.7 Milliarden alleine in der Schweiz.


UBS will wieder Kapitalrückzahlungen in Form von Aktienrückkäufen vornehmen wie vor der Krise 2007/2008
Mit dieser Massnahme wird der Return on Equity (ROE) massiv verbessert.
Damit die von der Finma geforderte Eigenkapitalquote nicht aus dem Ruder läuft, werden ganz einfach sukzessive Nachrangige Anleihen ins Publikum abgepresst.

Nach Eliminiation einiger Buchungssätze kurz: die Mittel aus der Emission weiterer nachrangiger Anleihen dienen der Refinanzierung von Aktienrückkäufen.

Aktienrückkäufe und Nennwertreduktionen vor der Krise 2007/2008

Während der Jahre 2001 bis 2007 wurden Aktien im Umfang von CHF 15.9 Milliarden vernichtet. Während dem gleichen Zeitraum wurde der Nennwert im Betrag von CHF 3.8 Milliarden reduziert.

Das Aktienkapital wurde also mit Total CHF 19.7 Milliarden kanibalisiert. (Selbst als sich die Krise schon abzeichnete, vernichtete die UBS im Jahre 2007 noch Aktien für CHF 2.4 Millarden.)

Bemerkung
Das um die Verluste abzufedernde dringend benötigte Aktienkapital fehlte in der Krise. Die UBS geriet zum Bittsteller; sie führte im Jahre 2008 eine für die Bank unvorteilhafte Kapitalerhöhung durch.

Fazit
Einmal mehr wird die Büchse der Pandora geöffnet werden

Empfehlung
1) Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA legt die Relation Aktienkapital zu Nachrangigen Obligationen fest. [die Interessen der Schweizerischen Eidgenossenschaft (too big to fail) werden gewahrt]

2) Die Politiker halten ein wachsames Auge auf sämtliche in der Schweiz ansässigen Too-big-to-fail Banken. Hierbei richten sie ihr Augenmerk auf die Relation Aktienkapital/nachrangige Obligationen.

3) Anleger umgehen ihre Aktienquote nicht, indem sie Wandelobligationen zeichnen. (Sie könnten im ungünstigsten Moment zur Konversion gezwungen werden.)

copyright Thomas Ramseyer
http://www.xing.com/profile/Thomas_Ramseyer5?sc_o=mxb_p

Monday, November 14, 2011

Griechenland: Ausscheren wird KEINE Weltkrise verursachen


Autor Thomas Ramseyer 
Kassandra ruft aus allen Ecken - Weltkrise im Anrollen? ... Nein!
EU [ Merkel/Sarkozy ] schert aus dem Pulk der Lemminge (USA) aus und lässt Griechenland ziehen 

Weltauf, weltab; jeder scheint es zu wissen. Die Europäische Union ohne Griechenland gerät zum Disaster. Dem ist beileibe nicht so! 

Griechenlandkrise kommt den USA zupass 
In dieses Lied stimmt vor allem einer ein; der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, die grössten Schuldner aller Zeiten. Im Grunde genommen kommen ihm die von Amerikanischen Banken verursachten Probleme in Form von Kombinationen aus Währungs- und Zinsswaps der EU  vorab Griechenlands zupass.

Auch strebt er mit immer heftigerem Säbelrasseln eine Abwertung von Chinas Renmimbi an. Nicht zu vergessen: China ist der grösste Gläubiger der USA. Eine Abwertung kommt für China allenfalls nach einem vorgängigen massiven Kauf von Realgütern in den USA infrage.

Die Entwicklung verschiedener Währungen zeigen an, dass sich der US-$ gegenüber allen Währungen von Ländern mit starker Wirtschaft abwertete. Dies Resultat eines freien Marktes. Die SNB macht den CHF-Wechselkurs am EUR fest. Die EU macht den EUR-Wechselkurs am USD fest. De facto vollzieht die SNB also über ihre Bindung an den EUR sämtliche Währungsinterventionen der EU zu Gunsten des USD nach. Die Währungen anderer Länder wie etwa Schweden, Norwegen, Brasilien, Japan und Russland zeigen das desaströse Verhalten der USA klar an.

Eine Abwertung des Chinesischen Renmimbi (USDCNY) gegenüber dem USD - somit auch gegenüber dem an den USD gebundenen EUR - führt zu einer Verbesserung der Verhältnisse für die US-Amerikanische Exportwirtschaft. 

Resultat: dank verbesserter Konkurrenzfähigkeit gegenüber Chinesischen Produkten tendenziell grössere Exporte in alle Länder mit Chinesischen Importen ausserhalb der USA. Dies zu Lasten aller übriger Export-Länder. Unter Führung von Export-Weltmeister Deutschland werden sämtliche ausserhalb der USA liegenden Länder - die Schweiz eingeschlossen - leidtragend sein. 

EU schützt sich; die Union verordnet sich Radikalkur und stärkt die Binnenwirtschaft Europas 
Einem Gangrän gleich muss nekrotisches Gewebe entfernt werden. Einen Teil zu Gunsten des Ganzen zu opfern, war schon immer gang und gäbe. Um der tatsächlichen Bedrohung entgegen zu halten, verstärkt die EU ihre Anstrengungen die Europäische Binnenwirtschaft zu stärken mit allen hierzu geeigneten Mitteln. 

Wiedereinführung der Drachme wird nicht dazu führen, dass griechische Schulden um ein vielfaches höher werden 
Gegenüber heutiger Verhältnisse wird sich nichts ändern. Die Zinssätze werden in einem ersten Schritt die selben sein.

Die Höhe der griechischen Schulden hängt alleine von der Umtauschrate des EUR in die neue griechische Währung ab. Die Umtauschrate wird EINE neue Drachme gegen EINEN Euro sein. Alles andere ist als Phantasie zu werten.

Die weitere Entwicklung der griechischen Wirtschaft hängt vom Erfolg des gegenwärtig eingeschlagenen selbstauferlegten Sparprogrammes ab.

Den Schuldenschnitt von 50% kann Griechenland selber verhandeln. Die Lage ist immer noch die selbe. Sollten die Gläubiger nicht einlenken, werden sie 100% verlieren.

Die restlichen EU-Staaten innerhalb des EUR-Raumes wursteln in gleicher Manier weiter. Der Creditspread (Zinsdifferenz zu übrigen EU-EUR-Volkswirtschaften) verändert sich nach Ausscheren und Austerität zu Gunsten Griechenlands. 

Fazit 
Für die Griechen - Staats- sowie Privatfinanzen - wird sich nichts ändern. Die Griechen gehen denselben Weg innerhalb sowie als auch ausserhalb der Europäischen Union. Die Zukunft hängt vom Willen der griechischen Bevölkerung ab.

Durch die Abspaltung und die Einführung der Neudrachme erlangt Griechenland seine politische und seine wirtschaftliche Unabhängigkeit zurück. Griechenlands Zentralbank nimmt die Verantwortung für Griechenlands Stabilität zurück. Sie ist ähnlich der Schweizerischen Nationalbank unabhängig von Regierung und Politik. 

Empfehlung für Griechenland 
1) Griechenland kündigt der EU die Mitgliedschaft auf.
2) Griechenland konvertiert Griechische Guthaben und Verpflichtungen innerhalb Griechenlands vom EUR in Neudrachme im Verhältnis 1 zu 1.
3) Griechenland führt das Sparprogramm in Eigenregie durch. 
4) Die Griechische Führung macht den Griechen mittels geeigneter Instruktionen klar, dass die EU-Mitgliedschaft nicht ausschlaggebend für ein Gelingen der ergriffenen Massnahmen ist.
5) Die Griechen gewinnen ihren Stolz zurück; sie befreien sich vom Gängelband der EU.

weiterführende Blogs 
Abgesang auf Europäische Union (EU)
Staatsbankrott Griechenlands kein Problem für die EU
Demokratie in Griechenland: Abstimmung über Annahme des Hilfspakets 

copyright Thomas Ramseyer
http://www.xing.com/profile/Thomas_Ramseyer5?sc_o=mxb_p

Sunday, November 6, 2011

Staatsbankrott Griechenland - Lösungen für EU und Griechenland


Autor Thomas Ramseyer
Griechenland schert aus: Europa am Scheideweg - OHNE oder MIT Euro; die Griechen gehen unten durch
In beiden Szenarien erleben die Griechen das Gleiche; sie schnallen ihre Gürtel enger. Lediglich die Dauer der Durststrecke ist unterschiedlich; ein Schrecken ohne Ende MIT Verbleib in der EU, ein Ende mit Schrecken OHNE Verbleib.

MIT Verbleib in der EU
Europa verordnet Griechenland "selbstauferlegte" Sparsamkeit. Die Griechische Regierung muss ihre Bürger im Auftrag Europas zum Verzicht ermahnen. Renten werden gekürzt, Stellen vernichtet, Steuern erhöht, die Schuldzinsen steigen ins Unerschwingliche; die Volkswirtschaft wird in die Knie gezwungen. Viele Bürger sind am Rande der Verzweiflung. Sie werden gebrochen. Die Folgen dieser erzwungenen Massnahmen manifestieren sich in beängstigender Weise auf den Strassen Athens.

Die verbleibenden 50% Griechenlands Staatsschulden wird die Griechen längere Zeit unter der Knute der Europäischen Union halten.

Was einer Nation passiert, wenn sie das Missfallen übriger Staaten der Nordhalbkugel erregt, stimmt nachdenklich. Papandreous Ballon - das griechische Volk miteintscheiden zu lassen - , platzte bereits nach wenigen Minuten. Er soll Mahnmal für alle Mitglieder und vor allem alle NICHTmitglieder sein. Merkl und Sarkosy zeigen, was sie von der Demokratie wirklich halten.

Wie ein Schulbube wird dieser nach allen Regeln diplomatischer Kunst - ein Relikt aus längst vergangener Zeit, als die Franzosen noch gepuderte Perücken trugen - vorgeladen. Beim Eintreffen ignoriert und Stunden lang warten gelassen, um endlich im Plenum massiv gemassregelt zu werden. Dies in einer Zeit, wo der EU die Zeit ausgeht.

Die Lehre hieraus zu ziehen ist einfach: diesem Verein treten wir niemals bei. Es ist je länger je mehr unumgänglich, die Souveränität der Bevölkerung und eine möglichst Direkte Demokratie zu erhalten.

OHNE Verbleib in der EU 
Innerhalb kürzester Frist wird Griechenland den Staatsbankrott erklären. Sämtliche Schulden werden gestrichen. Die gesamte Infrastruktur sowie alle anderen Realgüter bleiben den Griechen erhalten. Da die Pensionsgelder des Staates aus der laufenden Rechnung bezahlt werden, entstehen keine Verluste aus Pensionskassenfonds. Die hohe Zinslast der nunmehr wertlos gewordenen Verpflichtungen entfallen. Die Banken bis auf einige wenige streichen ihre Segel oder gehen unter.

Die Griechen besitzen nun eines der wertvollsten Güter. Sie besitzen nebst Infrastruktur und Produktionsmitteln Schuldenfreiheit. Griechenland steigt wie ein Phönix aus der Asche, es startet von Null.

Griechenland führt eine neue Drachme ein. Der EUR wird zwischenzeitlich als Zahlungsmittel herhalten. Das Ausland wird keine vor dem Staatsbankrott entstandene Euroguthaben in die neue Drachme wechseln können.

Griechenlands Infrastruktur ist nicht zerstört; der Wiederaufbau seiner Volkswirtschaft wird gelingen.


Bemerkungen
Die Existenz des Euro und der EU steht und fällt NICHT mit dem Austritt Griechenlands. Deutschland und Frankreich geht es lediglich um die Schadensbegrenzung für ihre eigenen Banken. 

Angesichts der sich beschleunigenden Staatensammelwut der EU - sie giesst laufend Wasser in den Deutschen Wein - begibt sich die EU mehr und mehr in die Abhängigkeit von Amerika dem grössten Schuldner aller Zeiten und China dem Refinanzierungs-Weltmeister Amerikas. Das Interesse dieser beiden Nationen geht dahin, Europa unter ihrer beider Knute zu halten.

Die Ersparnisse der Bürger in Form von Fondsanteilen werden nicht erheblich tangiert. Die in Aussicht stehende Zinssatzerhöhung im Falle einer allzu starken Erholung der Wirtschaft wird um ein Vielfaches zu Buche schlagen.  

Empfehlung 
0) Griechenland verlässt die EU auf eigenen Antrieb.

1) Politiker von Staaten, welche nicht zur EU gehören, überlegen sich reiflich, ob sie einen EU-Beitritt überhaupt noch in Erwägung ziehen sollen.  

2) Bürger solcher Staaten überlegen sich, ob sie Politiker, welche einen Beitritt zu Europa in Erwägung ziehen, noch wählen wollen. Sie informieren sich sachlich und frei von Emotionen über mögliche Auswirkungen eines Beitrittes. Anschauungsmaterial und Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit sind im Ueberfluss vorhanden. Diese erleichtern vernünftigen Bürgern den Entscheid.

3) Die Bürger informieren sich über das tatsächliche Pro-Kopf-Ausmass des von den Politikern als Desaster an die Wand geschriebenen Totalausfalls griechischer Schulden. 

4) Da eine allfällige "Rettung" Griechenlands auf die Verhältnisse in Italien, Portugal, Spanien, Island, Irland und den übrigen zehn Neuzugängen keine Einwirkung hat, lässt die EU Griechenland ziehen. Der EU stehen genügend andere Katastrophen ins Haus. 

5) Länder, welche nicht zur EU gehören, beteiligen sich nicht am Rettungsschirm. Ihre Steuerzahler werden über Fondsvermögen, Pensionskassenanlagen und sonstige Spargefässe eh zur Kasse gebeten. 

6) Das Geschrei nach Abschwächung des Schweizerfrankens muss eingestellt werden. [Exzessives Verhalten von Zentralbanken bergen ein immenses Inflationspotenzial. Der Abbau der Währungsinterventionsblase wird die jeweiligen Volkswirtschaften in Bedrängnis bringen. Dieser Abbau wird zu Zinssatzerhöhungen zum Nachteil der Bevölkerung führen. 
Es ist auch möglich, dass Institutionelle Anleger dazu angehalten werden, grosse Schuldnerstaaten - wie in den späten siebziger Jahren die USA - über "Hilfeangebotsprogramme" zur heimischen Liquiditätsabschöpfung zu refinanzieren. Dies zu Lasten der Volkswirtschaft.]

Ausserdem wird das Abwandern von Arbeitsplätzen ins Ausland bestenfalls verzögert, niemals aber verhindert. Dies wird am jüngsten Beispiel Novartis bestens aufgezeigt.

copyright Thomas Ramseyer
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Sunday, October 16, 2011

POLITIK - SCHWEIZ - Die Politik unternimmt nichts, deswegen müssen die Bürger diese Änderungen einfordern», so der Zürcher Student Fabian Brändli (25).

Autor Thomas Ramseyer
ZITAT

Quelle Blick vom 16.10.2011
Die Politik unternimmt nichts, deswegen müssen die Bürger diese Änderungen einfordern», so der Zürcher Student Fabian Brändli (25).
ZITATENDE

Politik in der Schweiz - Direkte Demokratie
http://www.parlament.ch/d/organe-mitglieder/Seiten/default.aspx
Die Schweiz verfügt über ein weltweit einzigartiges politisches System. Die Exekutive besteht aus sieben gleichberechtigten Departementsvorstehern. Deren Entscheide werden demokratisch gefasst.
Der Bundesrat wird von der Bundesversammlung (Stände- und Nationalrat) gewählt.

Das Volk wählt die Stände- und Nationalrat. 

Wesen der Politik

Das Parlament widerspiegelt die politische Orientierung der Schweiz. Die Politiker sind in Ihre Fraktionen eingebunden. Zustimmung oder Ablehnung jedes Politikers zu allen Vorlagen sind für jedermann einsehbar. Entscheide werden durch Lobbyisten beeinflusst.


Parteien und Politiker wollen wieder gewählt werden. Unpopuläre Vorstösse werden tunlichst vermieden. Diese kommen zumeist nicht zustande; sie werden schon in den Korridoren abgeschossen. 

In sehr vielen Fällen arbeiten die Politiker auf Kompromisse hin.

Unpopuläre Vorstösse
Geht es wegen des Wohles der Bürger gegen bestimmte Interessengruppen exponieren sich die Parteien nur, wenn der Vorstoss eine Mehrheit finden könnte. Der Boden für solche Vorstösse sind jeweils wegen Grossereignissen (Beispiel: Atomkraft Japan) durch die Medien vorbereitet worden. Die Politiker brauchen in solchen Fällen lediglich offene Türen aufzustossen.

Volksinitiativehttp://de.wikipedia.org/wiki/Volksinitiative_%28Schweiz%29
Vorauseilende Vorstösse müssen durch die Bevölkerung selbst gemacht werden. Also muss ein Initiativkomitee ohne bestehende Parteien gebildet werden. [ . . .  deswegen müssen die die Bürger diese Aenderungen einfordern . . . ] 

Das Initiativkomitee solcher vorauseilender Vorstösse rekrutiert sich folgerichtig aus den Mitgliedern der grössten Partei der Schweiz: die Partei der Parteilosen. Diese Partei betreibt lediglich Sachpolitik zum Wohl der Mehrheit der Bevölkerung. Sie positionieren sich querbeet von weit links bis weit rechts, von liberal bis konservativ.

Wenn die Politik also nichts tut, müssen die Bürger die Initiative selbst ergreifen, sie fordern Aenderungen ein. 

Es reicht nicht, sich zu unbewilligten Demonstrationen zusammen zu finden, irgendwo zu campieren, um sich nach dem durchgestandenen Abenteuer wieder zu verziehen. Die politische Arbeit muss von den Interessenten genau da und unverzüglich aufgenommen werden. (sonst gerät es zur Eintagsfliege ganz wie ein Botellone oder Occupy Paradeplatz)


Empfehlung
Initiativkomitee gründen, Unterschriftensammlung ins Leben rufen.


UBS: FINMA: Kontrolle der Banken muss verschärft werden

Autor Thomas Ramseyer
Klärung der tatsächlich auf den Bilanzen lastenden Risiken 

Remedur
Massnahme
1) Finanzintermediäre müssen zwingend sämtliche Derivate, Wertschriften- und Beteiligungspositionen im Ausmass der Anteile in voller Länge anteilsmässig konsolidieren

2) Kontrolle der tatsächlichen Verhältnisse mit Marktpreisen bewertet monatlich abzuliefern

3) Argumente wie etwa Ueberlastung, Prioritäten und Aehnliches -die Bewertungen werden heutzutage tagfertig überall anhand standardmässig implementierter Software bewältigt - dürfen zwingend nicht mehr akzeptiert.

4) Eine Weigerung wird mit scharfen Massnahmen - Entzug der Lizenz, verschärfte Einflussnahme (permanente Plazierung eines Regulators innerhalb der zu regulierenden Unternehmung) geahndet werden.

5) Kürzung der Bilanz und Verbesserung der Debt/Equity Relation (mehr Eigenkapital) sowie die Beschränkung mittels Limiten mit Bezug auf Bilanzsumme UND Fremdkapital nachrangiger Obligationen und sogenannter Hybrids. Diese werden vom Regulator dem Eigenkapital zugeordnet. Sie sind für Investoren das allerschwächste Investment, für den CFO und VR hingegen das stärkste Refinanzierungsvehikel.

6) Erforderlicher Eigenmittelanteil eines Käufers beim Erwerb seiner Liegenschaft schreibt der Regulator vor. Dabei stützt sich letzterer auf Indikatoren wie etwa der Anteil der Schuldzinsen am verfügbaren Einkommen im Zusammenhang mit absolutem Zinsniveau und Wirtschaftsausblick. 

7) Die Bank kontrolliert das Kreditverhältnis mit den Eigentümern laufend vollständig. Dies nicht nur mit Stichproben unter Einsatz von modernster OnLine IT. Ungleichgewichte korrigiert die Bank wenn nötig. 

8) Die Banken beweisen immer wieder, dass sie nicht in der Lage sind, selbständig vorsichtig und konservativ im Interesse aller Stakeholder zu handeln. Deshalb legen die Banken dem Regulator die Kontrollergebnisse monatlich zur Kontrolle vor.

9) Sanktionen müssen verschärfend in Gesetzen und Verordnungen verankert werden.

Bemerkungen
Die Grossen Spieler lenken ein und lassen sich, um sich selber vom Untergang zu verschonen, regulieren. 

Die grossen Banken haben bewiesen - neuestes Beispiel DB mit der ausgesetzten vom Markt vertrauensvoll erwarteten Rückzahlung deren HybridAnleihe - dass sie NICHT in der Lage sind, die Kontrolle selber auszuführen.

Wegen durch sich selber gegenseitig zugedachter abwegig exzessiver Kompensationen enstandener Arroganz und Menschenverachtung haben die Führer den Kontakt zu ihren Mitarbeiter, zur Realität und der Erde schon längst verloren.
Aus diesem Grunde werden die Finanzintermediäre beaufsichtigt, sie haben durch das selbstsüchtige Verhalten ihrer Kader das Vertrauen der Behörden und der Bevölkerung verspielt.

Empfehlung
Umsetzen im Interesse von Banken und Kreditnehmern und der Schweiz

copyright Thomas Ramseyer
http://www.xing.com/profile/Thomas_Ramseyer5

Wednesday, April 21, 2010

Hexenjagd auf Sale and Repurchase Agreements (Repo) eröffnet: US-Börsenaufsicht SEC auf den Spuren von Bilanztricks - 20 in- und ausländische Banken u

Autor Thomas Ramseyer

Innerhalb von 10 Tagen sollen die angeschriebenen Unternehmen Auskunft darüber geben mit welcher Zielsetzung, in welchem Ausmass und mit welchen Gegenparteien während der 3 letzten Jahre Repogeschäfte getätigt worden waren. Sale and Repurchase Agreement (Repo) läuft Gefahr verteufelt zu werden.
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/us-boersenaufsicht_untersucht_repo-geschaefte_1.5347155.html
Die Stossrichtung sei gemäss Berichterstattung NZZ die sogenannten Repo 105-Transaktionen, bei welchem liquide Assets quasi für kurze Zeit an Zahlung gegeben. Repo 105 hätten Lehman Brothers vor ihrem Zusammenbruch 2008 massiv missbraucht, um die Bilanz zu schönen. Dabei seien die Assets als Verkauf und der faktische Kredit als Erlös gebucht verbucht worden. Dieser Bilanztrick sei nicht illegal aber nicht gerade im Sinne der Investoren. 

REPO - Sale and Repurchase Agreement - Reverse REPO Purchase and Resale Agreement
http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCckkaufvereinbarung
Hierbei handelt es sich ganz simple um einen mit qualitativ hochstehenden, hochliquiden Aktiven besicherten Kredit. In der Regel werden als Collateral Staatspapiere verwendet. Diese dienen als Sicherheit und können bei Zahlungsausfall verwertet werden. Für die Schweiz: http://www.snb.ch/de/ifor/finmkt/operat/repos/id/finmkt_repos_baskets
Lehman Brothers Verbuchungspraxis legal oder illegal ??
Die Antwort ist klar: die Lehman'sche Buchungspraxis ist ILLEGAL. ... Was denn sonst ?? 

Begründung
1) Legale Vorfälle "entdeckt" man nicht, sie exisitieren und verdienen normalerweise keine Erwähnung.
2) 20 in- und ausländische Banken und Versicherungen werden zur Auskunft verpflichtet.
3) Die Frist von lediglich 10 Tagen deutet auf die Dringlichkeit der Angelegenheit hin. 

Hypothese
Ein weiterer Papiertiger; die Security Exchange Commission (SEC) soll nicht desavouiert werden. (Die Lehman'schen Praktiken wurden erst anlässlich der vom unparteiischen Konkursrichter veranlassten Untersuchung aufgedeckt)
Aus unerfindlichen Gründen - 60 MiaMadoff sei hier auch erwähnt - entdeckt die SEC jeweils das Gröbste nicht, auch wenn man es ihr direkt unter die Nase hält.
Die Art und Weise der Befragung zielt darauf ab, möglichst keine weiteren Fälle unlauterer Bilanzierungspraktiken zu finden. 

Begründung
Die erwähnten Institute müssen ihre Positionen lediglich offenlegen. Sie werden nicht von Betriebsfremden inspiziert; es findet also keine Revision statt. Der Willkür ist Tür und Tor offen gelassen.

Die in den vergangenen Jahren stetig wachsende Personalfluktuation aller Stufen garantiert faktisch, dass keine weitere derartige Geschäftsvorfälle entdeckt werden können.
Mit allfällig krimineller Energie aufgebaute die wahren Begebenheiten verschleiernende Positionen werden wegen ihrer Komplexität und den fehlenden Bindegliedern nicht oder nur mit grossem Aufwand erkannt. 

Empfehlung
1) Externe Revisorenteams (Finanzpolizei) - damit sind interdisziplinär und kognitiv denkende Kräfte gemeint - inspizieren die zu untersuchenden Unternehmungen zwingend vor Ort.

2) Der Katalog der zu untersuchenden Geschäftsvorfälle wird weit gefasst. Es reicht nicht, nur falsch gebuchte Transaktionen zu identifizieren. Um ein später zu verschärfendes Regelwerk zu ermöglichen, müssen sämtliche Bilanz kürzende und Risiko verschleiernde Transaktionen im Verbund dargestellt werden.

3) Sämtliche Transaktionen werden vernetzt. Die Geschäftsverbindungen werden als Netzwerk dargestellt. Alle Geschäftsvorfälle bis zur dritten Ebene - Tochtergesellschaften aber auch fremde Gesellschaften - müssen zwingend verarbeitet werden. (Organigramm, Zellen, konspirativer Aufbau) Die entsprechende Software ist auf dem Markt erhältlich.

2.1) Katalog GeschäftsvorfälleFälschlicherweise die Bilanz verkürzende als Verkäufe verbuchte Repo-Transaktionen. (vermittelt dilettantischen Eindruck, eventuell als Nebenkampfschauplatz angeboten, um gröberes zu verdecken)

Verkäufe von Aktiven faktisch kombiniert mit [long call short put same strike]Positionen. (die Liquidität verbessert, das Risiko erscheint als Wiederbeschaffungswerte je auf der Aktiv- sowie auf der Passivseite; die Zerlegung der Position verunmöglicht die Risikoeinschätzung)

Verkäufe von [low exercise price]call Optionen kombiniert mit Verkauf von at the market put Optionen (Risiko bleibt auf der Bilanz, Liquidität verbessert sich)
Kreation von Special Purpose Vehicles SPV (Gründung von Zweckgesellschaften) zum Zweck der Einbringung von Risikopapieren wie etwa durch Ramschhypotheken besicherte Obligationen mit gleichzeitiger Refinanzierung (Bilanzposition Risikopapiere wird im Verhältnis 95% zu 5% abgetauscht in kurzfristige Debitoren und Beteiligungen, Risiko VERMEINTLICH ausgelagert)

Liquiditätsneutrale Transaktionen wie etwa der Verkauf mit gleichzeitigem Kauf von Anlagen derselben Risiko- bzw. Liquiditätsklasse (können zur Manipulation von Bilanz und Erfolgsrechnung herhalten) 

Fazit
Sollten diese Empfehlungen nicht umgesetzt werden, verkommt der Bericht zu schierer Makulatur.

copyright Thomas Ramseyer
http://www.xing.com/profile/Thomas_Ramseyer5?sc_o=mxb_p

Sunday, February 15, 2009

Staat rettet die Wirtschaft - US-Administration pumpt USD 2'000 Milliarden in die amerikanische Wirtschaft

© Thomas Ramseyer-Volkart
http://www.xing.com/profile/Thomas_RamseyerVolkart

5. Februar 2009
Neu|alte US Administration vergnügt sich an der Geldpumpe
Die Administration der Vereinigten Staate von Amerika pumpen USD 2000 Mrd gerade so wie Wasser in die amerikanische Wirtschaft. Diese Welle schwappt wohl kaum bis in die Kernstaaten oder gar bis nach Kalifornien.

Die Macht der Westküste ehemals siebtgrössten Volkswirtschaft auf dem Globus wird gebrochen, hochkarätige Wirtschaftsteilnehmer siedeln in den Osten, dem Einzugsgebiet Washingtons über.

Asymmetrische Hilfe der Administratoren
Die Hilfe gerät deshalb asymmetrisch. Während sich einige Staaten wie Beduinen in der Wüste in aufgezwungener Sparsamkeit üben, werden Wachstumsektorfirmen der Privatwirtschaft sowie deren finanzakrobatischen Finanzintermediäre mittels vorgezoger oder seit Dekaden vernachlässigter Infrastrukturinvestitonen vornehmlich im Osten liegende Staaten mit aller Konsequenz gestützt und vom Dollarblizzard Washingtons geradezu eingeschneit.

Es findet eine Umlagerung vom gegenwärtigen und ungeborenen Steuerzahler statt: Konsumverzicht der Bevölkerung gegen Realgüter für den an Macht zunehmenden Staat sowie Aufbau der Vermögen von loyalen Investoren im Infrastruktursektor.

Teil Amerikas wird knallhart geopfert
 Kalifornien geht dem Untergang zu, während andernorts beziehungsweise loyale Firmen von dort vor allem dem Staate dienliche Infrastruktur (Flugverkehrsüberwachung, Personenüberwachung, Kontrolleinrich-tungen und anderes) auf- und ausgebauen.

Appalachenboys and -girls, die Sumpfbewohner und die graduell verarmenden ehemals reichen Oldsters in Florida, die mitterechts liegenden 3000-Seelen-Kleinstädte des Mittleren Ostens, minderbemittelte Ghettobewohner - man hört von Leuten, welche DREI (3) Jobs zum Erwerb ihres Lebensunterhaltes benötigen - , welcher Kinder lediglich von der Administration lediglich vergammelte öffentliche Bildungseinrichtungen zur Verfügung stehen gehen einmal mehr leer aus ohne es zu realisieren.

Ihnen wird das durch sie SELBER zu berappende Sozialnetz und die Kreation von 3 Millionen Arbeitsplätzen in Aussicht gestellt. Letztere halten her zum Ausgleich der gegenwärtig abzubauenden Arbeitsplätze. Arbeitsplätze der Finanzwelt gehen verloren. Arbeitsplätze Realgut erhaltender/vermehrender Firmen werden gewonnen; eine Verlagerung findet statt.

Durchschnittliche Intelligenz des Souverän wird abgebaut
Für die Logistik werden weniger gut ausgebildete Arbeiter gebraucht als im Dienstleistungssektor. Die Betriebsabläufe in der Industrie sind arbeitsteilig, jeder kümmert sich um sein eigenes Rädchen und wird in militärischer Manier an der Kandare gehalten.

Logistik und deren potentielle Verwendung
Im allgemeinen werden folgende Branchen unter Logistik subsummiert: Strassenbau, Schienenbau, Rollmaterial, schwere Lastwagen, Lastenflugzeuge, schwere Oeltanker, Flugzeugträger, Schnellboote, Sicherheitssysteme, Waffensysteme und Ausrüstungsgegenstände für die Armee und die Polizei, Forschung und Entwicklung in Gentechnologie und Raumfahrttechnologie, Raketenbau, Oelförderung und Raffinerien, Sonnenkollektoren, Windkraftwerke, Gesetzebücher und die für die Zukunft allerwichtigsten Informationstechnologie.

Der Souverän tauscht grüne Energie gegen die mächtige umweltvernichtende Energie ab.

Die Schere öffnet sich noch mehr
Auf der einen Seite vergrössert sich das Potenzial zu sozialer Unruhe und vermehrter Kriminlität. Auf der anderen hingegen die Mittel zur entschlossenen ja sogar brutalen Niederschlagung solchen Ausdrucks von Verzweiflung des Souverans.

Das Reservoir allfällig ausbrechender Gewalt auf beiden Seiten füllt sich allmählich.

Aufbau von Schattenforschung
Der vollkommen unnötige Auszug von geschockten 5000 Angestellten des Informations-Technologie-Riesen Microsoft geht im allgemeinen Getümmel unter; schon heute hört man nichts mehr davon.

Wie ist die Struktur dieser 5000 IT-Spezialisten? Die Firma Microsoft bietet hier Hand, vor dem Hintergrund der aktuellen Erreignisse klammheimlich eine schlagkräftige Firma des wichtigsten Sektors Informationstechnologie für den Erfolg in der Zukunft zu erwerben. Ein strategischer Schachzug?

Erleichterung zum Ausbau der Sicherheitskräfte
Die zunehmende Agression verleitet die Bevölkerung zur vermehrter Akzeptanz des härteren Einsatzes der Polizei und der Armee, Ueberwachungssysteme werden willkommen geheissen. Die demokratische Mehrheit ist gesichert.

Der Präsident wird behindert
Der neue Präsident - gewählt zur Freude der globalen Schwarzen Bevölkerung - dient dazu, eben diese mit Hoffnung zu erfüllen, um sie zu still zu legen. Amerika und Afrika werden vordergründig plötzlich Freunde. Die Enttäuschung wird sehr gross sein, nichts wird sich für die Afrikaner ändern. Zu sehr muss sich die Administration um die USA kümmern.

Schliesslich will sie weitere vier Jahre an der vermeintlich mit demokratischem Verfahren erreichten Macht bleiben. Der Scherbenhaufen wird komplett sein, Repressivrealgut und Logistik ausgebaut. Soziale Unruhen sind der Gund für einen willkommenen Wechsel zur Regierung durch die Republikaner.

Die heutige Regierung ist bereits von Republikanern durchsetzt, der neue Präsident will - ein hehres Anliegen - die volle zur Verfügung stehenden Kapazität zum Auffang der Amerikanischen Wirtschaft einsetzen. Republikaner im Senat verhindern dies jedoch. Mit fadenscheinigen Argumenten werden dem Präsidenten Steine in den Weg gelegt.

Bereits fünf (5) gut ausgebildete erfahrene zur Mitarbeit vorgesehene Kapazitäten nahmen wegen einiger Lappalien mit vorauseilenden Massnahmen zur Verhinderung der Hetzjagd von der Presse auf sie und ihre Familien vor. Welch ein Zufall! Statt zu regieren muss sich der Präsident um seine Unterstützung kümmern. Noch mehr Republikaner werden dort Einsitz nehmen.

Brainforce verzieht sich an die Ostküste
Kapazitäten verziehen sich nach Osten: der Gouverneur vereinsamt und bleibt auf einem Schuldenberg zurück.

Die Banken gehorsam und unterwürfig
 Finanzintermediäre hängt die Administration an den nie versiegenden Tropf. Letztlich werden diese für den Aufbau einer neuen Blase noch benötigt. Realgüter gegen Papier. Die Bevölkerung schreit geradezu danach. Mehr Jobs, mehr Sicherheit, ein soziales Auffangnetz. Sie werden infantilisiert und können keine Verantwortung mehr übernehmen. Die Manipulierbarkeit des Mainstreams nimmt zu.

Effekt: verlangsamtes dafür aber nachhaltiges und kleineres Wachstum
Die durch den Souverän - der
Grossteil der Bevölkerung ohne Möglichkeiten Steuern zu umgehen - aus bis heute bezahlten und zukünftigen durch Konsumverzicht mit aller hieraus entstehender Konsequenz aufgebrachten Mittel versanden in der Infrastruktur.
Mainstream profitiert nicht von durch ihn bezahlter Spritze 
Bluecollars - dazu gehören auch die Bürolisten - darben weiterhin. Die Wirtschaft erholt sich nur sehr langsam; die Zeit hoher Wachstumsraten sind vorbei. Die schon lange besprochene Nachhaltigkeit manifestiert sich anders als erwartet oder gar vorausgesehen. Das Finanzgeschäft wird drastisch reduziert. Tenor: back to the roots! Schuster bleib bei deinem Leisten!

Realität holt uns ein
 Wir befinden uns wieder auf dem Boden der Realität. Finanzgeschäfte ohne Realgüterhintergrund sind der Wirtschaft abträglich. Die Selbstregulation sowie die Selbstkontrolle [Konzept Value at Risk (VaR)] hat kläglich versagt und das Unvermögen der Oekonometriker - nicht etwa Oekonomen - schonungslos ans Tageslicht gebracht. Der Staat übernimmt.

Die Leiche ist hervorgeholt: wir müssen sie begraben

Einmal mehr: Politiker übernehmen und frönen dem Spiel an der Druckerpresse
Die immensen Schulden werden von der neuen, ALTEN Administration zu absoluter Höhe aufgepumpt. Die durch solches Tun geäufneten Mittel kanalisiert die Administration in Richtung der Versager vornehmlich an der Ostküste. Also baden einmal mehr heutige BlueCollars und deren noch nicht einmal geborenen Kinder das durch Geldgier, Menschen-verachtung und Arroganz verursachte Debakel aus.

Untauglicher Versuch der Administration zur Ankurbelung
Mit der hierzu passenden Begründung der wirtschaftlichen Unterstützung zur Ankurbelung des Binnenmarktes im Verlauf der Importindustrie später dann der Exportindustrie wird vor allem der Bauindustrie, deren Zulieferer und den Ausrüstern für Ueberwachungssysteme zu Gute kommen.

Du und ich, er und sie, Hans, Fritz und Vroni kriegen nichts
Der Bürger , nicht in der Lage zu konsumieren, geht einmal mehr leer aus. Die Ankurbelung des Konsums wird über den Transmissionsriemen Investitionen in Ausrüstung und Infrastruktur bewirkt. Jedenfalls scheint dies die neue Administration zu glauben. Zumindest gibt sie dieses vor, steht es doch im Textbuch.

Sollte die Administration dies wirklich glauben, dann ist sie lediglich aus ignoranten Naivlingen zusammengestellt.

Nur Bevölkerungswachstum bewirkt Volkswirtschaftswachstum
Das Wachstum einer Volkswirtschaft hängt von der Zunahme der Bevölkerung, des einzig wirklich wichtigen aber vollkommen vernachlässigten Stakeholders, nämlich dem vereinzelten Bürger, in ausserordentlich hohem Masse ab. Ohne Bevölkerungswachstum kein Wachstum der Sozialprodukte.

Andere volkswirtschaftliche Grössen lediglich Ableger des Bevölkerungswachstums
Alle anderen Grössen - Export, Import von Gütern, Dienstleistungen und Kapital, Lageraufbau, Lagerabbau, Produktion, Kapazitätsauslastung Erneuerung und Ausweitung einer Volkswirtschaft sind lediglich das logische Resultat einer gesunden und wachsenden Bevölkerung.

Wealthmanagement lediglich wegen Vorsorge
Auch der Vermögensaufbau und somit die gesamte Finanzwirtschaft hängt vor allem vom Bevölkerungswachstum der zwanzig bis vierundsechzigjährigen kinderlosen Singles, Eltern erwachsener Kinder ab; die einen verzichten normalerweise auf Konsum und Luxus, um sich einen angenehmen Lebensabend in Aussicht zu behalten, die anderen verwirklichen (sic!) sich selbst, leben auf Pump und bezahlen Zinsen.

Brot und Spiele, der Tanz auf dem Vulkan.
Die Tendenz zuerst zu kaufen und erst nachher zu sparen - von in der Schweiz ansässigen Banken flott als Nachsparen angepriesen - nistete sich dank ausgeklügeltem Marketing (keep up with the Joneses, Selbstverwirklichung, Leben gleich den Stars ) in der ganzen Bevölkerung ein.

WEF erkannt als was es ist. Nutzlos! 
Banker weniger, Bilanzen hebelnde Manager eher tummelten sich in Davos. Sie reiten verzweifelt eine Rechtfertigungsattacke, kaschieren ihr Unvermögen mit unbeeinflussbarem Versagen des Systems. Es sei ein Ausreisser - solche werden normalerweise in statistischen Verfahren eliminiert - und versuchen das längst verlorene Vertrauen in Politik und Wirtschaft wieder zu erringen.

Davos ein Nebenkampfschauplatz
Workshops, Resultate, Erkenntnisse und Vorschläge bezüglich weiteren Vorgehens:
KEINE, KEINE und nochmals KEINE !!! Sie haben es erwartet.

Diesmal ist allen klar geworden. Das World Economic Forum dient lediglich des Sehens und des Gesehenwerdens.
Jedenfalls haben 2500 hochkarätige Auguren aus aller Welt trotz intensiver Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen nichts finden wollen; nicht der kleinste Hinweis. Wie sollten sie auch. Allfällige Feststellungen bezogen sich lediglich auf Vergangenes, die wenigen Banker die da waren, erstickten fast in ihren Rechtfertigungsversuchen.

WEF wurde in der Vergangenheit als Grosserfolg gewertet
Das Geheimnis vergangener Erfolge des World Economic Forum (WEF) ist lediglich dem Zufall zuzuschreiben. Zufällig finden diese Foren jeweils im Januar statt. Rein zufällig macht sich zu eben dieser Zeit auch der Markt auf, neue Höhen zu erklimmen.

Selbstredend schreiben sich die Teilnehmer des WEF solchen Erfolg mit stolzgeschwellter Brust auf ihre eig'nen Fahnen.  

Einzig Dingelchen am WER, ich wiederhole: sehen und gesehen werden.

Nebenkampfschauplatz zum Zweiten
Bundesrätin trifft am Rande des Geschehens auf Khadafis Sohn, man versucht zu kitten: Kotau! Kein Resultat!

UBS Bonuszahlungen werden sogar am WEF zum Thema
Die Medien, Hinz, Kunz und sämtliche Politiker enervieren sich wegen lächerlicher zweier Milliarden Schweizerfranken. Wir haben Besseres zu tun denn nur Profile kriegen und schön sein, um wieder gewählt zu werden.

Legen wir die Karten auf den Tisch!
Die Bevölkerung wird zu Verzicht und Sparsamkeit gezwungen während sich die Begünstigten der Milliardenkapitalspritzen (Kredit auf Kosten der gegenwärtigen und zukünftigen Bevölkerung) der Aufträge und des Geldes kaum erwehren können. Wealthtransfer ! Ob dies Obamas Absicht ist? Ich denke nicht.

Zurückweichen dann der Versuch zu vehementem Angriff
Hier gilt der Spruch: reculer pour mieux sauter. Dies gilt für die zu rettenden Finanzbetriebe und andere "Stakeholder?!" welche sich rechtzeitig ins Trockene gerettet haben. Die grosse Manipuliermasse der Durchschnitts-bürger, wird von links nach rechts, hin und her und immer wieder zurück auf das Feld Nummer 1 gejagt. Schuld am Debakel ist - so wird es jetzt erklärt - der gesamte Globus. Diffus, kein Sündenbock zu sehen.

Wir sind am Ende unseres Lateins; ein Paradigmawechsel findet statt.

Fazit
Das System der Schuldenwirtschaft hat versagt.

Die Richtung Infrastruktur fliessenden Mittel - vor allem Richtung Realgüter wie Rollmaterial, Schienen, Lastwagen, Waffentechnik, Kernenergie, Raumfahrt, Strassen, Flugleitungssysteme Energie, Hochbau, Rollmaterial, Forschung und Entwicklung kanalisiert - kommen nur einer klitzekleinen Bevölkerungs-schicht zu Gute.

Nochmals: Realkapital gegen schieres Papier
Die Staaten tauschen Realkapital gegen brennbares Papier. Vor dem Hintergrund erwarteter sozialer Unruhen werden Armee, Polizei und Ueberwachungsanlagen aufgerüstet modernisiert also vermehrt.

Empfehlung
  • Wir kehren zurück zum hehren Sparen in der Zeit und Haben in der Not.
  • Sparen vor der Konsumation.
  • Erringen, Bewahren und Verhindern der Abhängigkeit von Banken. Diese sind zu verletzlich mit Bezug auf Liquidität, ZInsen und Wirtschaft
  • Ohne selber erarbeitetes Kapital werden nicht einmal Häuser gekauft. [HypothekarschuldenHausbauern als langfristig gewertet. Dies weil die Bank von Festzinsen über bestimmte Laufzeiten spricht. Die Sicherheit indes ist trüglich: bei fehlender Bedienung dieser Schuld Schuldner ganz einfach exekutiert.] (de Fakto sofort fällig) wird der
Nicht nur der Staat sondern auch der Bürger muss in Realgut denken.

© Thomas Ramseyer-Volkart
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30. Januar 2009

ISLAMIC FINANCE - SUKUK - neues Perpetuum Mobile verursacht die nächste Finanzblase auf der nördlichen Erdhalbkugel

© Thomas Ramseyer-Volkart
7. Februar 2009
SIX Swiss Exchange kotiert SUKUK unter beeindruckendem Einfluss von Rating Agenturen
Bei Islamic Financing werden in spezielle pro Anleihe (SAAK, Mehrzahl SUKUK) zu gründende Firmen REALGUETER gegen flüssige Mittel ausgetauscht. Hier zu Lande können im Gegensatz zur Islamistischen Welt Zinsen bezahlt und eingefordert werden.

Die SIX Swiss Exchange wird solche Produkte nach sorgfältiger Prüfung von Analysen verschiedener von den Emittenten bezahlten Ratingagenturen zur Kotierung zulassen.

In einer gänzlich islamistischen Welt sind SUKUK wegen des zwingend angeordneten Abtausches von Cash gegen Realgüter bestbesicherte Kredite. Im Zusammenhang mit westlichen Investoren gereichen SUKUK zur nächsten Finanzblase.

1) SUKUK, das neue Perpetuum Mobile verursacht die nächste Finanzblase
Von der Uebernahme von SUKUK aus Portfolios des Mittleren Ostens muss Abstand genommen werden. Ein neues fatales Perpetuum Mobile ist aus der Taufe gehoben worden; Papier wird gegen die hier dringend benötigten Mittel abgetauscht; die nächste Blase entsteht.

Mechanismus - Kapital - Realgut - SPV - SUKUK - Verkauf nach Norden - Kapital - Realgut . Im mittleren Osten werden Realgüter (Hotels, Ferieninseln, Fabriken, Stadien, Luxusresidenzen) hergestellt. Diese Realgüter werden in spezielle Firmen eingebracht.

SUKUK werden begeben, welche in die Portfolios der Realgutinvestoren gelangen. Es fliessen keine Zinsen; der Geldstrom ist in Amortisationen verpackt. Soweit so gut !

Nun wird aber dieses SUKUK genannte Papier gegen im Grunde genommen von hiesigen KMU dringend benötigter Liquidität den AAA-verblendeten westlichen Investoren ins Körbchen gelegt. Endlich einmal KEINE Bank (sic!) - wer nicht will, ist von gestern wenn nicht gar von vorgestern.

Der Erlös aus den im Norden verkauften SUKUK gelangt wiederum in den mittleren Osten und wird verbaut.

Vorwärts auf Feld eins.
Der Rundlauf hat begonnen, die Blase wird aufgepumpt!

2) Prinzip der SUKUK - abzukupfern von Schweizerischen Kreditinstituten zum Wohl der KMU
Nach erfolgter Zulassung von SUKUK an der SIX Swiss Exchange begeben Schweizer Kreditinstitute simple Obligationenanleihen mit fester Laufzeit zum Wohle der schweizerischen KMU.

Auch diese werden durch ins Eigentum der speziell gegründeten Spezialvehikel übertragene REALGUETER wie etwa Liegenschaften, Betriebsmittel, Edelmetalle und ähnliches abgesichert. Der Obligationen Investor kann dabei nicht auf die REALGUETER zurückgreifen.

Eine allfällige Verwertung wird nur in Uebereinstimmung zwischen der Spezialgesellschaft und dem Schuldner zugelassen. Wegen der Eigentumsübertragen werden die Rating Agenturen gute Noten verteilen.

Emissionszentrale für KMU wird eingeführt
Aehnlich der Pfandbriefanleihen (Pfandbriefinspektor) muss eine Einheit aufgebaut werden, welche die Qualität der einzubringenden Realgüter bewerten kann. Eine Zentrale für KMU-Finanzierungen wird gegründet. Die Anleihen werden mit den ins Eigentum übertragenen Realgütern unterlegt gebündelt an den Markt gebracht.

Fazit
Das von den Banken bei der SNB gehortete Kapital kann wieder fliessen. Allerdings nehmen die KMU nur Geld auf, wenn die Absatzmärkte nicht einbrechen.

Offensichtlich warten die hektische Betriebsamkeit vortäuschenden Führungen zu, bis die Karre der Weltwirtschaft total an die Wand gefahren ist.

P.S. Schon Fritz Leutwiler, damaliger Präsident der SNB, hat 1977 bemerkt: "Man kann die Pferde wohl zum Brunnen führen, saufen müssen diese dann aber doch selber"
© Thomas Ramseyer-Volkart
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Sunday, November 9, 2008

Assekuranz: Finanzkrise bringt steigende Prämien Asset/Liability Management, Outsourcing Stockpicking

© Thomas Ramseyer
ZITAT
Finanzkrise führt dazu, dass die erhebliche Ausfälle bei den Kapitalanlagen mit Prämienerhöhungen im Bereich Nichtleben kompensiert werden.
ZITATENDE


Einmal mehr sollen die Kunden für die Fehlentscheide und der hieraus resultierenden Misswirtschaft des Managements gerade stehen.

Es ist allzu einfach, für gravierende Ausfälle die Finanzkrise anzuführen. Vielmehr sind die auf der Basis von der Finanzindustrie - Myriaden von Oekonometrikern bevölkern diese - erarbeiteten Grundlagen getroffenen Fehlentscheidungen Grund des Debakels. Unternehmungen, welche sich als Spezialisten für das Management von Risiken anpreisen, sind nicht einmal in der Lage, ihre eigenen Bilanz- und Ertragsrisiken im Griff zu halten.

1) MARKTTEILNEHMER: Gerade so wie Lemminge bewegt sich jedermann gleichzeitig in die selbe Richtung. Assistiert vom Einheitsbrei des Gedankengutes praktisch aller Marktteilnehmer fühlt sich die gesamte Finanzgemeinde am wohlsten. (Wenn wir untergehen, sind wir wenigsten in zahlreicher – nicht guter - Gesellschaft)

2) BEHAVIOUR: Die mehr und mehr um sich greifenden Weisheiten und Verhaltensweisen führten zum Debakel, welches zur Zeit gerade statt findet. Niemand – nicht einmal Greenspan – hätte die Tragweite der seit Jahren angewandten Politik des billigen Geldes voraussehen können.

3) DIVERSIFIKATION: Das Zauberwort „Diversifikation“ verspricht, Ergebnisse auszugleichen. Nur .... diversifiziert ist jedermann in das Gleiche; die weltweit zusammenhängenden Volkswirtschaften. Welchen Wert hat der vielzitierte VaR – Value at Risk, welcher höchstens aufzeigt, um wieviel die eigenen Mittel schrumpfen, wenn sich der Markt mit einer auf die Vergangenheit begründeten Volatilität bewegt. Die Marktliquidität wird bei diesen Modellen vollständig ausser Acht gelassen.

4) ALLOKATOR: Es ist marktkonform, Allokationsentscheide selber zu treffen; solches Tun ist grundsätzlich richtig. Hierbei unterscheiden wir strategische und taktische Allokation. Einmal abgesegnet von Verwaltungsrat und Generaldirektion ist es für die Verantwortlichen eine zeitraubende Prozedur, früher gefällte Entscheide zu ändern. Die ersten zehn Prozent Wertverfall werden ungerührt konstatiert, die zweiten zehn Prozent verursachen ein kleineres Zipperlein und erst die weiteren zehn Prozent veranlassen die verantwortlichen Chargen zum Handeln.

5) STOCKPICKING: Des Weiteren macht es Sinn, das Stock-Picking (Knochenarbeit) den zahlreichen – selbst hier kann diversifiziert werden – Asset Managern mit den vielzitierten weltweiten Verbindungen zu überlassen. Das vermeintlich einfache - aber grosse Schwierigkeiten bergende - Wählen und Festlegen von Messlatten, der so genannten Benchmarks, birgt die Krux. Zeitmangel sowie gar zu viele Absolventen der gleichen Disziplin – nicht etwa Oekonomie sondern Oekonometrie – führen zu Fehlentscheiden. Es ist üblich von Asset Managern eine relative Performance zu verlangen oder zu erwarten.

6) ASSETMANAGER: Relative Performance des Portfolios bedeutet, dass der Manager beim Aktivmanagement ein besseres Resultat als jene der Vergleichsgrösse (Benchmark, Messlatte) erzielt. Beim so genannten als risikofrei gelobten Passivmanagement wird ein gleiches Resultat wie jenes der Benchmark erwartet. Dies führt dazu, dass die fremdplazierten Portolios die vorherrschende Marktbewegung mehr oder minder nachvollziehen. Der Anteil Cash (Kontoguthaben) am Gesamtvermögen wird jeweils vom Asset Allocator bestimmt. Innerhalb einzelner Mandate darf der Cash-Anteil nur wenige Prozent betragen. Nur die Abweichung von der Benchmark (Messlatte) wird als Marktrisiko empfunden. Sollte also ein Portfoliomanager (Stockpicker) zum Schluss kommen, dass die Märkte versacken, wird er verkaufen. Jedoch nur so lange bis der Cashanteil die Limite erreicht hat. Die Performance gegenüber Benchmark, an welcher seine Leistung schliesslich gemessen wird, versucht er mittels Sektorrotation sowie Titelauswahl innerhalb der Sektoren zu erzielen. Aus den Vorgaben resultierendes Verhalten macht den Portfoliomanager immun gegen jegliche Kursbewegung; in der Hausse (Bullmarkt) sowie als auch in der Baisse (Bearmarkt). Sollte er in der Lage sein, den Ertrag mittels Short Call Positionen (YieldEnhancement!) zu erhöhen, provoziert er vielfach weitere Verkäufe von Investoren, welche sich nach unten absichern wollen.

PARADIGMAWECHSEL: Der voraussehbare Trend - Rückkehr zum Corebusiness - , den Bedürnissen sämtlicher Endinvestoren entgegen zu kommen, wird eine Rückkehr des Schusters zu seinem Leisten sein. Es wird vermehrt darum gehen, den wirklichen Bedürnissen einzelner Marktteilnehmern gerecht zu werden.
Dem Asset/Liability Management wird vermehrt in anderer Weise als bis anhin Beachtung geschenkt. Die Bedürfnisabklärung der Berater wird nicht mehr im selben Ausmass vor dem Hintergrund von Partikularinteressen vorgenommen.

copyright Thomas Ramseyer
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