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Wednesday, March 18, 2009

StabFund - eingerichtet zum Zweck der Bilanzbeschönigung der UBS - nur CHF 30 Mrd gebraucht; WAS passierte mit den restlichen CHF 38 Milliarden


Autor Thomas Ramseyer
18. März 2009
Mit einem kleinen Trickchen - erlaubt und gedeckt durch die FINMA angewiesen von höchster Warte - zaubert der Starbuchhalter der UBS den klitzekleinen Betrag von CHF 38'000'000'000 aus dem Aermel.

Der Trick der Schlaumeier - unsere Transportgesellschaft
Umstufung abgeschriebener vergifteten Papiere von einer Kategorie in die andere transportieren den Verlust von heute in die Zukunft. Das Problem - wie so vieles andere auch - wird ganz einfach vertagt. Nach uns die Sintflut!

Welle schlägt zurück - lediglich eine Frage der Zeit
Die heute schlagartig um 38 Mrd aufgewertete Aktiven - sie behalten diesen Wert bis zum Verfall - erzeugen unter Umständen ein weiteres Debakel zu einem Zeitpunkt in der Zukunft da die Entscheidungsträger längst zu Staub zerfallen sind. Sisyphus hat seinen Stein wieder mal den Berg hinaufgerollt. Der Stein wird rollen, die Köpfe nicht. Die werden noch vergoldet.

Bundesrat ebnet den Weg zur Vertagung der Krise - auch er im Transportgeschäft
Auf Anweisung des Bundesrates erlaubt die FINMA - Finanzmarktaufsicht - Revisoren, externen Revisionsgesellschaften, Politikern und UBS-Angestellten aller Stufen, längst nicht mehr beachtete Regeln um ein weiteres zu brechen. Die ohnehin seit Zeiten verschlossenen Augen dürfen nach kleinem Blinzeln ein weiteres Mal für Zeiten geschlossen bleiben. Die Herren erweisen sich als gnädig; sie verschleiern ihr ureigenstes Tun.

Integrität geht vor die Hunde - wozu ist die FINMA hier? Um der Sache einen offiziellen Anstrich zu geben um den Gemeinden Qualität vor(ross)zutäuschen
Die Qualität des vorhandenen Fachwissens innerhalb der FINMA zweifle ich nicht an. Es ist so gut wie jenes in der Bank . . . und diese Bank hat zweifelsfrei versagt. Sie geben sich die Hände und setzen sich ins selbe Boot. Letztlich sind sie vom selben Schlag und kommen aus dem gleichen Loch.

Kontrolle der Finanzintermediäre durch FINMA unmöglich - deren Strukturen sind ungeeignet
 
Begründung
Niemand im Verwaltungsrat und zahlreicher Kader sind unabhängig. Alle kommen aus der Branche. Versicherer kontrollieren Versicherer, Banker kontrollieren Banker. Sie sind befreundet und zeigen gerne her, was aus ihnen geworden ist: die Aufsicht vermeintlich mit Macht, der zahnlose Tiger. Sie haben es bewiesen.
Das System hat mehr als versagt.

Liquidität der Banken - Basel II
Wer sass ein in massgeblichen Gremien zur Kreation von Basel II ? Ausgefuchste hochkarätige - sind sie das ? - Angestellte von Banken, welche dafür sorgen, dass die Eigenmittel bis zur Neige ausgeschöpft werden. Die grössten Hedgefonds aller Zeiten!, Banken, Versicherungen und andere "Spargefässe".

Beispiel von Risiken: Unter anderem erscheinen immense Risikopositionen in der Bilanz unter sowie , welche dazu herhalten, entsprechende Volumina ausserhalb der Bilanz zu führen. Allfälliges Nachhaken seitens der Aufsicht wird lapidar mit "es handelt sich dabei lediglich um so genannte Notional Amounts", also kein Kapital, dieses werde nicht ausgetauscht. Stimmt ! Aber man rechne ! Werden die Derivativpositionen realisiert - passiver Wiederbeschaffungswert von aktivem Wiederbeschaffungswert subtrahieren - ist das Ergebnis bei asymmetrischer Verteilung der "Notionals" mit grosser Wahrscheinlichkeit NULL (0) oder ein Verlust; niemals aber ein Gewinn. (Siehe Bilanz der UBS: ungefähr 10 Mrd Verlustpotential) Beide Positionen werden zu Marktpreisen bewertet; das Verlustpotential gnädig verschleiert.
Mit viel Griechisch und Tummeln auf Nebenkampfschauplätzen verwirrt der freundliche zu Revidierende den Revisor. (anschliessend abhaken, keine Suche nach der Plausibilität) Ausserdem gibt sich der Revisor keine Blösse, er kennt das griechische Geb äude und nickt gefällig.
Bemerkung
Hinweise aus Researchabteilungen sowie von Assetmanagern/Stockpickern werden nicht beachtet. Ausserdem gehören sie den Banken und werden mundgetötet.
Der Regulator, welcher keiner ist, versäumt es, die schwache Eigenmittelunterlegung zu erwähnen. Er weiss ja, dass mit Basel II . . . . . . . . . viel VaR, Normalverteilung und viel anderem die Risiken im Griff der Verantwortlichen sind.
In dem angehenden Statistikern angelehrtem Abschneiden als "Ausreisser" qualifizierter Schwänze (Fat Tails), Average, Beta, Volatilität und Ballungen versteckt sich die Krux. Der Banken OekonoMETRIKER - die OekoNOMEN sind längst ausgestorben, auf die hört niemand - ersticken jegliches Aufmucken im Ansatz. Vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen - ohne deren Unterlegung mit den Kursbewegungen an den Märkten, gewieft vorgetragen wird der Betrachter in Sicherheit gewiegt. Er schweigt.

Versicherungen
Das Gleiche oder Aehnliches: Wie soll jemand der am Aufbau des Systems intensiv mitgearbeitet hat, plötzlich die Kontrolle ausüben. Der Wolf im Schafspelz, Böcklein und Geisslein als Gärtner. Die werden sich doch nicht die eigene Vergangenheit zerstören wollen ??? Sicher nicht !! Randstand wäre der Effekt.

Empfehlung
Durchmischen von Angestellten und Kader mit betriebswirtschaftlich ausgebildeten Angehörigen aus dem Sekundärsektor; Controller, Kritiker am System. Sie kennen die Argumente. Sie wissen, wie die Abhängigkeit von Banken Einfluss nehmen kann. Die reale Industrie kennt keinen Multiplikator, sie ist auf Realwert aufgebaut nicht auf Papier.
Ueberarbeiten von Stellenbeschrieben, Anforderungsprofilen und Zielsetzungen. Schliessen der Lücken mittels Ausbildung und oder Auswechselns von tauben Nüssen. Beispiel: FINMA-Angestellte wollten mit neuen Instrumenten wie etwa Sukuk nichts am Hute haben, sie winken ab, sie wimmeln ab.
Akrobatisches Bilanzbeschönigen ist verboten, Ereignisse werden nicht auf der Zeitachse hin- und zurückgeschoben beziehungsweise vertagt auf später. Multiples Umklassieren nach Belieben ist ebenfalls verboten. <> wird verhindert durch Aenderung der Verjährungsfristen.
Grundsätzlich wird der gesunde Menschenverstand interdisziplinär angewendet. Kognitives Denken ist gefragt. Kreuzworträtsler und reines Lexikonwissen hingegen treten in den Hintergrund.

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