Der Rettungschirm rettet vor allem die EZB, europäische Banken, Hedgefonds und andere Investoren
In erster Linie sollten sie den EUR verlassen, wieder eine eigene Währung einführen, damit sie ihre eigene Geldpolitik machen können. Ueber eine Abwertung würden sie konkurrenzfähig und Arbeitsplätze würden geschaffen. Die Steuereinnahmen würden steigen.
Griechische Privathaushalte sind die grossen Verlierer
Alles was die übrigen EU-Länder wollen, ist den Griechen ihre zu einem Bettelbatzen (Rendite 20%, Preise entsprechend tief) erworbenen Obligationen zu 100% zur Tilgung zu präsentieren. Ein riesengrosser Reibach. Dies innerhalb der EU. In Tat und Wahrheit nehmen all jene, welche den Griechen "geholfen" haben, diese Griechen AUS.
Ueber den Rettungsschirm - garantiert durch die Steuerzahler der EU - gibt die EZB den Griechen zum Beispiel EUR 1 Milliarde, um ihr, den Banken und anderen Investoren die Obligationen, welche diese vor drei Jahren zu 40% gekauft haben, zu 100% zurückzubezahlen.
Der Grosse Reibach
Griechen, Italiener, Portugiesen... jede Bevölkerung, deren Staat die "Hilfe" der EZB in Anspruch nimmt, wird gerupft auf Teufel komm raus.
Fair wäre gewesen, wenn die EZB den Griechen damals das Geld geliehen hätten, um ihre eigenen Schulden zu den damals ausserordentlich tiefen Preisen zurückzukaufen.
Anstatt dies zu tun, kauften sie diese zu Tiefstpreisen selber; sie wussten schon damals, dass sich die Bürger mit dem grossartigen Getue wegen der "Hilfe" hüben und drüben über den Tisch ziehen lassen würden.
Marshallplan nach zweitem Weltkrieg
Genauso wurde in den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit dem Marshallplan verfahren.
1) Gewisse Kreise kauften Aktien der Deutschen Industrie zu einem Bettelbatzen - kein realistisch denkender Mensch hätte die gekauft - wohlwissend, dass nachher der Marshallplan in Kraft gesetzt würde. Eine Mehrheit dafür zu finen in den USA war ein Leichtes, denn jeder, welcher zustimmen musste, hatte sich vorher bis unters Dach vollgeladen mit an und für sich wertlosen Papieren.
Dann wurde mit grossem Pomp der Marshallplan eingesetzt, um mit der Deutschen Schaffenskraft Milliardengewinne einzufahren.
Das Deutsche Wirtschaftswunder - letztlich haben die Deutschen alles zurückbezahlt - war vor allem das grosse Reibachwunder für die Aliierten.....
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Friday, May 16, 2014
Sunday, November 6, 2011
Staatsbankrott Griechenland - Lösungen für EU und Griechenland
posted by
thomas ramseyer
Autor Thomas Ramseyer
Griechenland schert aus: Europa am Scheideweg - OHNE oder MIT Euro; die Griechen gehen unten durch
In beiden Szenarien erleben die Griechen das Gleiche; sie schnallen ihre Gürtel enger. Lediglich die Dauer der Durststrecke ist unterschiedlich; ein Schrecken ohne Ende MIT Verbleib in der EU, ein Ende mit Schrecken OHNE Verbleib.
MIT Verbleib in der EU
Europa verordnet Griechenland "selbstauferlegte" Sparsamkeit. Die Griechische Regierung muss ihre Bürger im Auftrag Europas zum Verzicht ermahnen. Renten werden gekürzt, Stellen vernichtet, Steuern erhöht, die Schuldzinsen steigen ins Unerschwingliche; die Volkswirtschaft wird in die Knie gezwungen. Viele Bürger sind am Rande der Verzweiflung. Sie werden gebrochen. Die Folgen dieser erzwungenen Massnahmen manifestieren sich in beängstigender Weise auf den Strassen Athens.
Die verbleibenden 50% Griechenlands Staatsschulden wird die Griechen längere Zeit unter der Knute der Europäischen Union halten.
Was einer Nation passiert, wenn sie das Missfallen übriger Staaten der Nordhalbkugel erregt, stimmt nachdenklich. Papandreous Ballon - das griechische Volk miteintscheiden zu lassen - , platzte bereits nach wenigen Minuten. Er soll Mahnmal für alle Mitglieder und vor allem alle NICHTmitglieder sein. Merkl und Sarkosy zeigen, was sie von der Demokratie wirklich halten.
Wie ein Schulbube wird dieser nach allen Regeln diplomatischer Kunst - ein Relikt aus längst vergangener Zeit, als die Franzosen noch gepuderte Perücken trugen - vorgeladen. Beim Eintreffen ignoriert und Stunden lang warten gelassen, um endlich im Plenum massiv gemassregelt zu werden. Dies in einer Zeit, wo der EU die Zeit ausgeht.
OHNE Verbleib in der EU
Innerhalb kürzester Frist wird Griechenland den Staatsbankrott erklären. Sämtliche Schulden werden gestrichen. Die gesamte Infrastruktur sowie alle anderen Realgüter bleiben den Griechen erhalten. Da die Pensionsgelder des Staates aus der laufenden Rechnung bezahlt werden, entstehen keine Verluste aus Pensionskassenfonds. Die hohe Zinslast der nunmehr wertlos gewordenen Verpflichtungen entfallen. Die Banken bis auf einige wenige streichen ihre Segel oder gehen unter.
Die Griechen besitzen nun eines der wertvollsten Güter. Sie besitzen nebst Infrastruktur und Produktionsmitteln Schuldenfreiheit. Griechenland steigt wie ein Phönix aus der Asche, es startet von Null.
Griechenland führt eine neue Drachme ein. Der EUR wird zwischenzeitlich als Zahlungsmittel herhalten. Das Ausland wird keine vor dem Staatsbankrott entstandene Euroguthaben in die neue Drachme wechseln können.
Griechenlands Infrastruktur ist nicht zerstört; der Wiederaufbau seiner Volkswirtschaft wird gelingen.
Bemerkungen
Die Existenz des Euro und der EU steht und fällt NICHT mit dem Austritt Griechenlands. Deutschland und Frankreich geht es lediglich um die Schadensbegrenzung für ihre eigenen Banken.
Angesichts der sich beschleunigenden Staatensammelwut der EU - sie giesst laufend Wasser in den Deutschen Wein - begibt sich die EU mehr und mehr in die Abhängigkeit von Amerika dem grössten Schuldner aller Zeiten und China dem Refinanzierungs-Weltmeister Amerikas. Das Interesse dieser beiden Nationen geht dahin, Europa unter ihrer beider Knute zu halten.
Die Ersparnisse der Bürger in Form von Fondsanteilen werden nicht erheblich tangiert. Die in Aussicht stehende Zinssatzerhöhung im Falle einer allzu starken Erholung der Wirtschaft wird um ein Vielfaches zu Buche schlagen.
Empfehlung
0) Griechenland verlässt die EU auf eigenen Antrieb.
1) Politiker von Staaten, welche nicht zur EU gehören, überlegen sich reiflich, ob sie einen EU-Beitritt überhaupt noch in Erwägung ziehen sollen.
2) Bürger solcher Staaten überlegen sich, ob sie Politiker, welche einen Beitritt zu Europa in Erwägung ziehen, noch wählen wollen. Sie informieren sich sachlich und frei von Emotionen über mögliche Auswirkungen eines Beitrittes. Anschauungsmaterial und Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit sind im Ueberfluss vorhanden. Diese erleichtern vernünftigen Bürgern den Entscheid.
3) Die Bürger informieren sich über das tatsächliche Pro-Kopf-Ausmass des von den Politikern als Desaster an die Wand geschriebenen Totalausfalls griechischer Schulden.
4) Da eine allfällige "Rettung" Griechenlands auf die Verhältnisse in Italien, Portugal, Spanien, Island, Irland und den übrigen zehn Neuzugängen keine Einwirkung hat, lässt die EU Griechenland ziehen. Der EU stehen genügend andere Katastrophen ins Haus.
5) Länder, welche nicht zur EU gehören, beteiligen sich nicht am Rettungsschirm. Ihre Steuerzahler werden über Fondsvermögen, Pensionskassenanlagen und sonstige Spargefässe eh zur Kasse gebeten.
6) Das Geschrei nach Abschwächung des Schweizerfrankens muss eingestellt werden. [Exzessives Verhalten von Zentralbanken bergen ein immenses Inflationspotenzial. Der Abbau der Währungsinterventionsblase wird die jeweiligen Volkswirtschaften in Bedrängnis bringen. Dieser Abbau wird zu Zinssatzerhöhungen zum Nachteil der Bevölkerung führen.
Es ist auch möglich, dass Institutionelle Anleger dazu angehalten werden, grosse Schuldnerstaaten - wie in den späten siebziger Jahren die USA - über "Hilfeangebotsprogramme" zur heimischen Liquiditätsabschöpfung zu refinanzieren. Dies zu Lasten der Volkswirtschaft.]
Ausserdem wird das Abwandern von Arbeitsplätzen ins Ausland bestenfalls verzögert, niemals aber verhindert. Dies wird am jüngsten Beispiel Novartis bestens aufgezeigt.
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